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Thema: "Bei mir bleiben"*)  (Gelesen 3682 mal)

Offline Johannes

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"Bei mir bleiben"*)
« am: 17. Mai, 2015 01:08:41 »
Ich bin kein Körper, ich bin Geist.
Deshalb bedeutet, “bei mir zu bleiben”, dass ich in meinem Geist bleibe.

Ich frage also nicht nach den Befindlichkeiten des Körpers, wenn ich “bei mir bleiben” will, ich frage stattdessen nach der Befindlichkeit des Geistes:

Bin ich in Frieden?

Mein Geist ist immer in Frieden. Er kann nicht anders – nur meine Aufmerksamkeit kann zu den Befindlichkeiten des Körpers oder zu Belangen der Welt abschweifen.

Wenn ich also nicht in Frieden bin, bedeutet dies, dass ich im Moment nicht “bei mir bin” – dass ich im Moment irgendwo außerhalb von mir umherschweife.
Ich bin mit dem Körper oder der Welt beschäftigt und habe mich – mein wahres Wesen, den Geist, der ich in Wahrheit bin – vergessen.

Wenn ich das bemerke, brauche ich nur mehr zurückzukehren – dorthin, von wo ich in Wahrheit nie weggehen könnte – in meinen Geist. Ich brauche nur meine Aufmerksamkeit vom Körper, von der Welt abzuziehen  – und schon bemerke ich wieder, wo ich wirklich bin, wo ich immer nur wirklich sein kann:

Bei mir – in meinem Geist!

Dort ist der Frieden, den ich suche. Dort ist das Glück, die Sicherheit und Geborgenheit, nach denen ich nur vergeblich in der Welt – außerhalb von mir – suchen kann.

Wie wunderschön es doch ist, “bei mir zu bleiben”!


*)Diesen Text findest du auch auf unserer LESESEITE in der Textsammlung "Erfahrungen" der Nondualen-Texte!

Dieser Text wurde inspiriert von dem gleichnamigen Thread im Board "Was von der Seele schreiben", der jedoch nur für Mitglieder dieses Forums zugänglich ist!


 

Lukas

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Re: "Bei mir bleiben"*)
« Antwort #1 am: 17. Mai, 2015 19:05:33 »
Lieber Johannes,

dazu kommen mir zwei Fragen:

1.) In welchem Zusammenhang steht der "Heilige Augenblick" dazu, bei sich zu bleiben. Oder gibt es keinen?

2.) Wenn jemand etwas tut (zu tun scheint!), das nicht aussieht wie Friede, kann er dann dennoch bei sich sein?
     Ich denke dabei z.B. an Jesu "Angriff" auf die Tempelhändler.
     

 herz Lukas

Offline Johannes

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Re: "Bei mir bleiben"*)
« Antwort #2 am: 17. Mai, 2015 21:05:26 »
1.) In welchem Zusammenhang steht der "Heilige Augenblick" dazu, bei sich zu bleiben. Oder gibt es keinen?
Nur wenn du bei dir bist, kannst du den "Heiligen Augenblick" überhaupt bemerken.
Bei dir - in deinem Geist - zu sein ist die Voraussetzung dafür, dass sich der "Heilige Augenblick" dir zeigen kann.


Zitat von: Lukas
2.) Wenn jemand etwas tut (zu tun scheint!), das nicht aussieht wie Friede, kann er dann dennoch bei sich sein?
Bereits wenn du diese Frage stellst, bist du woanders. Du bist nicht bei dir.
Es geht nämlich tatsächlich niemals um andere. Denn wenn du Geist bist, dann ist da nur ein Geist, nicht verschiedene. Und alles, was du siehst, hörst, vermutest, denkst, mutmaßt spielt sich nur in diesem Geist ab.

Wie also mit so einer Situation umgehen? Hier eine Möglichkeit:

Wenn du jemand beobachtest, der etwas tut, das nicht nach Frieden aussieht - dann mach STOPP und gehe zurück zu dir:
Wie geht es dir dabei, wenn du so etwas beobachtest? Wie fühlst du dich? Bist du in Frieden? Bist du in Ruhe? Oder beschäftigt dich das, was "der Andere" tut, fragst du dich, ob er oder sie in Frieden ist, versuchst ihn einzuschätzen oder verurteilst ihn?
Wenn du unruhig bist, wenn deine Gedanken umherschweifen, dann mache dir bewusst, dass du irgendwo anders bist - nicht bei dir! Nicht in deinem Geist, sondern "draußen in der Welt".
Dann erinnere dich daran, dass in deinem Geist vollkommener Friede herrscht - und sei bereit, dorthin zurückzukehren.

Und wenn du bemerkst, dass der Frieden sich wieder in dir bemerkbar macht, dann hast du vielleicht das Bedürfnis, denjenigen, den du beobachtet hast, z.B. zu fragen, was ihm/ihr in dieser Angelegenheit wichtig ist oder wie er/sie sich fühlt.
Oder du freust dich einfach über den Frieden, den du in dir bemerkst - und siehst, dass auch alles um dich herum in Wahrheit in diesem Frieden lebt.

Zitat von: Lukas
...Ich denke dabei z.B. an Jesu "Angriff" auf die Tempelhändler.
Für all das, was auf dieser Welt/in unserem Leben hier scheinbar zu passieren scheint, bietet die Drehbuchidee eine gute Möglichkeit zu verstehen, wieso der innere Frieden auch in einem äußeren Handeln, das gar nicht friedlich erscheint, gegeben sein kann:
Wenn ich mich bewusst daran erinnere, dass alles hier nur ein Theater/Film/Traum ist - und nichts davon wirklich geschieht, dann kann ich in tiefen Frieden meine Rolle hier erfüllen - ganz nach Drehbuch.

 herz Johannes


Offline Michael

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Re: "Bei mir bleiben"*)
« Antwort #3 am: 17. Mai, 2015 22:07:51 »
Wenn jemand etwas tut (zu tun scheint!), das nicht aussieht wie Friede, kann er dann dennoch bei sich sein?
 Ich denke dabei z.B. an Jesu "Angriff" auf die Tempelhändler.

Entschlossenheit im rechtsgesinnten Geist kann durch die Brille des Ego's autoritär und unfriedlich aussehen. Wenn er mit gefaltenen Händen und Bibelworten auf die Geldwechseler und Taubenhändler eingeredet hätte, hätten die sich vermutlich vor Lachen gekrümmt.
Die zahlreichen Feinde die er zweifellos hatte, haben nicht nur ihr Geld, sondern vor allem Ihr Denksystem verteidigt. Bis zur Kreuzigung.

Michael
Happiness is peace in motion, Peace is happiness at rest.

Danke von:


Offline Dieter

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Re: "Bei mir bleiben"*)
« Antwort #4 am: 20. Mai, 2015 07:37:17 »
Ich bin kein Körper, ich bin Geist.
Deshalb bedeutet, “bei mir zu bleiben”, dass ich in meinem Geist bleibe.

Ich frage also nicht nach den Befindlichkeiten des Körpers, wenn ich “bei mir bleiben” will, ich frage stattdessen nach der Befindlichkeit des Geistes:

Bin ich in Frieden?

Mein Geist ist immer in Frieden. Er kann nicht anders – nur meine Aufmerksamkeit kann zu den Befindlichkeiten des Körpers oder zu Belangen der Welt abschweifen.

Wenn ich also nicht in Frieden bin, bedeutet dies, dass ich im Moment nicht “bei mir bin” – dass ich im Moment irgendwo außerhalb von mir umherschweife.
Ich bin mit dem Körper oder der Welt beschäftigt und habe mich – mein wahres Wesen, den Geist, der ich in Wahrheit bin – vergessen.

Wenn ich das bemerke, brauche ich nur mehr zurückzukehren – dorthin, von wo ich in Wahrheit nie weggehen könnte – in meinen Geist. Ich brauche nur meine Aufmerksamkeit vom Körper, von der Welt abzuziehen  – und schon bemerke ich wieder, wo ich wirklich bin, wo ich immer nur wirklich sein kann:

Bei mir – in meinem Geist!

Dort ist der Frieden, den ich suche. Dort ist das Glück, die Sicherheit und Geborgenheit, nach denen ich nur vergeblich in der Welt – außerhalb von mir – suchen kann.

Wie wunderschön es doch ist, “bei mir zu bleiben”!


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So einen kleinen Johannes im Ohr, den wünsch ich mir. 😉

Gast MM

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Re: "Bei mir bleiben"*)
« Antwort #5 am: 20. Mai, 2015 14:43:26 »
Ich bin kein Körper, ich bin Geist.
Deshalb bedeutet, “bei mir zu bleiben”, dass ich in meinem Geist bleibe.

Ich frage also nicht nach den Befindlichkeiten des Körpers, wenn ich “bei mir bleiben” will, ich frage stattdessen nach der Befindlichkeit des Geistes:

Bin ich in Frieden?

Mein Geist ist immer in Frieden. Er kann nicht anders – nur meine Aufmerksamkeit kann zu den Befindlichkeiten des Körpers oder zu Belangen der Welt abschweifen.

Wenn ich also nicht in Frieden bin, bedeutet dies, dass ich im Moment nicht “bei mir bin” – dass ich im Moment irgendwo außerhalb von mir umherschweife.
Ich bin mit dem Körper oder der Welt beschäftigt und habe mich – mein wahres Wesen, den Geist, der ich in Wahrheit bin – vergessen.

Wenn ich das bemerke, brauche ich nur mehr zurückzukehren – dorthin, von wo ich in Wahrheit nie weggehen könnte – in meinen Geist. Ich brauche nur meine Aufmerksamkeit vom Körper, von der Welt abzuziehen  – und schon bemerke ich wieder, wo ich wirklich bin, wo ich immer nur wirklich sein kann:

Bei mir – in meinem Geist!

Dort ist der Frieden, den ich suche. Dort ist das Glück, die Sicherheit und Geborgenheit, nach denen ich nur vergeblich in der Welt – außerhalb von mir – suchen kann.

Wie wunderschön es doch ist, “bei mir zu bleiben”!


*)Diesen Text findest du auch auf unserer LESESEITE in der Textsammlung "Erfahrungen" der Nondualen-Texte!

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Ein super schöner Text, der keine Fragen offen lässt.  regn (In Nürnberg regnets)

Danke von:


Offline Johannes

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Re: "Bei mir bleiben"*)
« Antwort #6 am: 20. Mai, 2015 15:24:02 »
regn (In Nürnberg regnets)
Im Großraum München, wo wir heute noch sind, auch...  regn

 herz Johannes

Danke von:


Offline Dieter

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Re: "Bei mir bleiben"*)
« Antwort #7 am: 20. Mai, 2015 22:32:57 »
regn (In Nürnberg regnets)
Im Großraum München, wo wir heute noch sind, auch...  regn

 herz Johannes


Im Norden überwiegend  :sonne: , ätsch ;)