Gottfried hat geschrieben:
Vor allem der Satz 5 hat es mir angetan, weil er für mich so etwas wie ein "Gewissen" darstellt, Törichtes auf Bitten eines Bruders zu tun, oder eben auch nicht. Ich bin mir derzeit nicht ganz sicher, ob ich entspannt genug bin, mich von IHM "schulen" zu lassen.
Mich interessiert, wie Ihr mit diesen Gedanken umgeht, bzw. wie die Erfahrungen und Erkenntnisse Eurerseits sind?
Freue mich auf Eure Gedanke dazu - Gottfried
T-16.I. ist ein Kapitel im Textbuch, dass ich sehr regelmäßig lese, denn es gibt so oft Situationen, die an unserem Einfühlungsvermögen appellieren. Jesus bezieht sich hier ja auf T-12.III.2.
Angenommen, ein Bruder besteht darauf, dass du etwas tust, wovon du denkst, dass du es nicht tun willst.
Ich war lange in Konflikt mit dieser Aufforderung, als ob ich unter Umständen was tun sollte, was ich wirklich nicht wollte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Kurs das dann von mir verlangen würde. Er sagt ja auch, es ist ein reines Geistestraining, es geht nicht um mein Verhalten. Neulich wurde mir das endlich auch im Zusammenhang mit dieser Textstelle klar. Entscheiden ist "die Beharrlichkeit". Es geht darum, dass ich innerlich registriere, wie ich vielleicht ebenso beharrlich die Bitte ablehnen will und kann das in meinem Geist berichtigen. Ich kann mich daran erinnern, wie hier in T-16.I.2:7 beschrieben, dann einfach ruhig zuzuhören und wissen, dass der HG hier ist und Er weiß, wie ich reagieren soll. Meine Erfahrung ist , dass ich ruhig und entspannt oder auch manchmal etwas albern reagieren kann (z.B. "glaubst du wirklich, dass wenn wir das nicht tun, die Welt vergeht?"). Das hängt auch davon ab, wie gut wir uns kennen.