"Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
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Blau mit Sternchen drin,
"THANK YOU!
Wie praktisch bist Du,
du blau-weißes Ding.
Wenn der Kopf schon raucht,
es Hirnschmalz verbraucht,
ein paar Sätze zu schreiben,
da bist DU:
THANK YOU!
Mein Name als Zeichen:
"Ich hab's gelesen."
Was auch immer ich dachte,
muss keinen erreichen,
ist wie nie gewesen.
THANK YOU!
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du blau-weißes Ding.
Wenn der Kopf schon raucht,
es Hirnschmalz verbraucht,
ein paar Sätze zu schreiben,
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Re: Bedeutung des "Drehbuches" für die Vergebung
Lieber JohannesJohannes hat geschrieben:Was möchtest du denn mit diesen Grüßen ausdrücken?maschka hat geschrieben:Traurige Grüsse
Johannes
Glaubst du an die Unfehlbarkeit des Papstes? - Ich auch nicht. - Traurig, nicht? -

Der Erleuchtung ist es ja bekanntlich egal, wie sie erreicht wird. Dem Kurs ist es sicher auch egal, wie die einzelnen Lektionen gelernt werden. -
Herzliche Grüsse
maschka

- Johannes
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Re: Bedeutung des "Drehbuches" für die Vergebung
Wenn du Fragen, die an dich gestellt werden, nicht beantworten möchtest, ist es OK. Aber dann lass es eben.maschka hat geschrieben:Lieber JohannesJohannes hat geschrieben:Was möchtest du denn mit diesen Grüßen ausdrücken?maschka hat geschrieben:Traurige Grüsse
Glaubst du an die Unfehlbarkeit des Papstes? - Ich auch nicht. - Traurig, nicht? -
Der Erleuchtung ist es ja bekanntlich egal, wie sie erreicht wird. Dem Kurs ist es sicher auch egal, wie die einzelnen Lektionen gelernt werden. -

P.S. Ich werde so kryptische Beiträge wie diese in Zukunft löschen.
- Michael
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Re: "Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
Hallo Maschka,
wenn Johannes das als kryptischen Beitrag sieht, dann ist das eine sehr höfliche Sichtweise.
Ich sehe deinen Beitrag als einen riesigen Schrei nach Liebe. Hier ist ganz viel
davon.
Das hilft ganz bestimmt.
Michael
wenn Johannes das als kryptischen Beitrag sieht, dann ist das eine sehr höfliche Sichtweise.
Ich sehe deinen Beitrag als einen riesigen Schrei nach Liebe. Hier ist ganz viel








Das hilft ganz bestimmt.
Michael
Happiness is peace in motion, Peace is happiness at rest.
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Re: "Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
Den totalen Kursfrust hab ich auch manchmal. Fühlt sich zwar nicht gut an, ist dann aber ne Weile so.
Nix passiert.
Nix passiert.
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Re: "Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
Und wieder mit dem falschen Führer geschaut, und schon wieder was gesehen was nicht da war. Sorry.steinefrenz hat geschrieben: Hallo Maschka,
wenn Johannes das als kryptischen Beitrag sieht, dann ist das eine sehr höfliche Sichtweise.
Aus Lektion 284 1. hat geschrieben:Es gibt keinen Gram mit irgendeiner Ursache. Und Leiden jeder Art ist nichts als ein Traum. Das ist die Wahrheit, die zuerst nur gesagt, dann viele Male wiederholt wird, um als nächstes mit vielen Vorbehalten nur zum Teil als wahr akzeptiert zu werden. Dann aber wird sie immer ernstlicher erwogen und schließlich als die Wahrheit angenommen werden.
Michael
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Re: "Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
Meine Rolle im Drehbuch gefällt mir gerade gar nicht, vaterlos, arbeitslos (kein Geld), mit 54 auch nicht mehr die Jüngste. Ich würde gerne die Rente beantragen.
Manchmal wäre ich froh mich gäbe es gar nicht, dann hasse ich meinen Körper, meine Gedanken sowieso. Voll das Ego.
Was zermürbt ist dieses hin und her, mal im Himmel, mal in der Hölle.
Manchmal habe ich nicht das Gefühl das ich wirklich wählen kann, dann bin ich einfach in einer Rolle gefangen.
Eigentlich könnte ich glücklich sein.
Die Verbindung ist da, ich spüre IHN ganz nah.
und trotzdem ist etwas in mir sehr traurig.
Manchmal wäre ich froh mich gäbe es gar nicht, dann hasse ich meinen Körper, meine Gedanken sowieso. Voll das Ego.
Was zermürbt ist dieses hin und her, mal im Himmel, mal in der Hölle.
Manchmal habe ich nicht das Gefühl das ich wirklich wählen kann, dann bin ich einfach in einer Rolle gefangen.
Eigentlich könnte ich glücklich sein.
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Angelika
Mein Selbst, so nah bei mir und nah bei Gott, weit jenseits dieser Welt.

- Michael
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Re: "Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
dito.Angelika hat geschrieben: Was zermürbt ist dieses hin und her, mal im Himmel, mal in der Hölle.
Allerdings wurde es bei mir deutlich weniger in den letzten Monaten. Dagegen hat der wahrgenommene Unterschied drastisch (gefühlt Faktor 10) zugenommen. Wenn es ins Dunkle geht ist es kaum noch zum Aushalten.
Michael
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- Johannes
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Re: "Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
So wie du es gerade jetzt erlebst, fühlt sich Trennung an. Nichts weiter. Nur weniger gut "überschminkt".Angelika hat geschrieben: Meine Rolle im Drehbuch gefällt mir gerade gar nicht, vaterlos, arbeitslos (kein Geld), mit 54 auch nicht mehr die Jüngste. Ich würde gerne die Rente beantragen.
Manchmal wäre ich froh mich gäbe es gar nicht, dann hasse ich meinen Körper, meine Gedanken sowieso. Voll das Ego.
Was zermürbt ist dieses hin und her, mal im Himmel, mal in der Hölle.
Manchmal habe ich nicht das Gefühl das ich wirklich wählen kann, dann bin ich einfach in einer Rolle gefangen.
Eigentlich könnte ich glücklich sein.
Die Verbindung ist da, ich spüre IHN ganz nah.und trotzdem ist etwas in mir sehr traurig.
Es ist nur die Rolle, bei der dies im Moment so vorgesehen ist, damit du den Unterschied zwischen Trennung und Verbindung deutlicher bemerkst.
Und darüberhinaus - dass du nicht weiter der Illusion nachhängst, dass "du" etwas dafür kannst, wie es dir hier ergeht.
Eine wundervolle Lektion in solch einer Lage:
"Was leidet, ist nicht Teil von mir" - Lektion 248
(Hier geht's zum Kommentar zu dieser Lektion!)

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Re: "Drehbuch" - Wieso hab gerade ich so ein mieses Drehbuch?
Danke 
In Wahrheit bin ich nie getrennt.
Danke
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In Wahrheit bin ich nie getrennt.
"Nichts weiter" ist gutJohannes hat geschrieben: So wie du es gerade jetzt erlebst, fühlt sich Trennung an. Nichts weiter. Nur weniger gut "überschminkt".
Es ist nur die Rolle, bei der dies im Moment so vorgesehen ist, damit du den Unterschied zwischen Trennung und Verbindung deutlicher bemerkst.
Und darüberhinaus - dass du nicht weiter der Illusion nachhängst, dass "du" etwas dafür kannst, wie es dir hier ergeht.
Eine wundervolle Lektion in solch einer Lage:
"Was leidet, ist nicht Teil von mir" - Lektion 248
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Johannes

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Re: Bedeutung des "Drehbuches" für die Vergebung
Lieber JohannesJohannes hat geschrieben:Wenn du Fragen, die an dich gestellt werden, nicht beantworten möchtest, ist es OK. Aber dann lass es eben.maschka hat geschrieben:Lieber JohannesJohannes hat geschrieben:
Was möchtest du denn mit diesen Grüßen ausdrücken?
Glaubst du an die Unfehlbarkeit des Papstes? - Ich auch nicht. - Traurig, nicht? -
Der Erleuchtung ist es ja bekanntlich egal, wie sie erreicht wird. Dem Kurs ist es sicher auch egal, wie die einzelnen Lektionen gelernt werden. -
Johannes
P.S. Ich werde so kryptische Beiträge wie diese in Zukunft löschen.
Ok. Kein Problem. Selber hab ich den Beitrag als sehr klar erlebt, erlebe ihn jetzt noch als sehr klar, auch als verletzend, sorry. - Du bist der Forenleiter hier. Du entscheidest, was hier kryptisch ist und vor allem, was gelöscht wird. - Einverstanden.
Ich für mich habe keine Möglichkeiten gesehen, dir zu erklären, was ich mit den "traurigen Grüssen" ausdrücken wollte. Nur schon das "denn" in deiner Frage ("Was willst du denn mit den traurigen Grüssen ausdrücken?" liess mich aufhorchen, wer denn hier geschrieben hat.
Ich fühlte mich zwei sich widersprechenden Bedürfnissen verbunden, so dass ich meine Antwort nicht anders formulieren konnten, eigentlich hätte ich es gewollt, war aber nicht fähig dazu.
Es ist mir sehr klar, dass es sich hierbei um das Ego-Denksystem handelt. Auch das ist kein Problem.
Herzliche Grüsse
maschka
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Re: Bedeutung des "Drehbuches" für die Vergebung
Egodenksystem und Klarheit verhalten sich wie Dunkelheit und Licht.maschka hat geschrieben:Es ist mir sehr klar, dass es sich hierbei um das Ego-Denksystem handelt. Auch das ist kein Problem.
Beides gleichzeitig geht nicht:
Entweder du bist klar - dann siehst du nur einen Ruf nach Liebe, ganz gleich woher dieser zu kommen scheint.
Oder du denkst, es handle sich um das Egodenksystem, dann bist du nicht klar. Der Kurs nennt dies Fehlwahrnehmung.

- Johannes
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Vergebung und CC
Auf unsere "Einfühlende Kommunikation" (CC) sind wir in erster Linie aufgrund unserer Erfahrungen mit Kursschülern gekommen. Wir haben beobachtet, dass Kursschüler im Laufe des Lernprozesses oft in eine Falle geraten, aus der sie nur schwer wieder herauskommen: Im Eifer, den Kurs möglichst schnell zu lernen, kann man leicht auf die Idee kommen, es wäre das Ziel des Kurses, keine unangenehmen Gefühle mehr zu haben und bedürfnislos zu werden. Also werden alle Gefühle und Bedürfnisse sorgfältig verdrängt und verborgen gehalten in der fälschlichen Annahme, ohne sie zu sein bedeute, dass man den Kurs gelernt hat.
Auf diese Weise können Urteile und damit verbundene Schuldzuweisungen unentdeckt bleiben - und das Ego hat für eine Zeitlang gewonnen. Die Vergebung ist in weite Ferne gerückt.
Mit CC werden Urteile und Schuldzuweisungen offengelegt und können dann mit ihrer Wurzel beseitigt werden. Wir lernen, dass unsere Mitmenschen oder auch Situationen, die wir erleben, nur Auslöser für unsere unangenehmen Gefühle sind und nicht Verursacher. Damit fallen die Schuldzuweisungen, die sonst unterschwellig immer da sind, weg - und in dieser neuen Freiheit können wir Wege finden, wie wir unsere Bedürfnisse ohne Erwartungen oder Forderungen an andere erfüllen können. Denn durch jede Erwartung oder Forderung kommen die Schuldzuweisungen durch die Hintertür wieder herein.
Die Kommunikation (oder besser Nicht-Kommunikation) zwischen maschka und mir, die sich gerade abgespielt hat, könnte als gutes Beispiel dienen, wie wir tatsächlich Klarheit über unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse erlangen können, ohne andere dafür verantwortlich zu machen:
Du bleibst nicht bei dir - bei dem, was du gelesen hast - sondern du schaust auf mich, was ich geschrieben habe, und damit gibst du die Verantwortung für das, wie du dich fühlst, mir.
Wenn ich möchte, dass die Kommunikation weitergeht, könnte ich nun - statt maschka reinzudrücken, dass sie mein "denn" sehr willkürlich interpretiert und dass nur sie es ist, die dahinter das Ego vermutet... - eine Vermutung aussprechen, die ihre Gefühle und/oder Bedürfnisse anspricht:
"Bist du vielleicht verärgert, weil dir Verständnis und Akzeptanz wichtig sind?"
Dies wäre eine Weise, wie wir mit CC lernen, die Kommunikation eher aufrechtzuerhalten statt abzuschneiden - und damit den Weg zu wahrer Vergebung ebnen. So kann ich reagieren, wenn ich in Ruhe bin.
Bin ich jedoch selbst aufgeregt durch das, was maschka geschrieben hat, habe ich die Möglichkeit - statt eine "kryptische" Antwort darauf zu geben oder sie anzugreifen, um meine Aufgeregtheit zu verschleiern - mich selbst vollkommen auszudrücken. Das bedeutet, ich drücke meine Gefühle und Bedürfnisse offen aus, jedoch ohne den anderen dafür verantwortlich zu machen:
"Wenn ich lese, was du geschrieben hast, bin ich verärgert und traurig, da mir Klarheit und Offenheit wichtig sind."
Und ich könnte noch eine Bitte aussprechen:
"Bist du bereit, mir zu sagen, wie du mein "denn" verstanden hast." - oder auch:
"Bist du bereit, dir meine Beweggründe für das "denn" anzuhören?"
Wenn wir auf diese Weise die Kommunikation am Laufen halten, könnten wir alle Missverständnisse klären und Klarheit wiederherstellen.
Schuldzuweisungen und Verurteilungen können nämlich nur im Verborgenen aufrecht erhalten und genährt werden. Klarheit lässt sie einfach verschwinden.
In diesem Zusammenhang könnte auch mein Text "Aufbruch in ein neues Zeitalter der Kommunikation" erhellend sein, in dem ich darauf hinweise, dass unsere gewohnte Art der Kommunikation unsere Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche verschleiert und dadurch wahres Verständnis unter den Menschen unmöglich macht.
Johannes
Auf diese Weise können Urteile und damit verbundene Schuldzuweisungen unentdeckt bleiben - und das Ego hat für eine Zeitlang gewonnen. Die Vergebung ist in weite Ferne gerückt.
Mit CC werden Urteile und Schuldzuweisungen offengelegt und können dann mit ihrer Wurzel beseitigt werden. Wir lernen, dass unsere Mitmenschen oder auch Situationen, die wir erleben, nur Auslöser für unsere unangenehmen Gefühle sind und nicht Verursacher. Damit fallen die Schuldzuweisungen, die sonst unterschwellig immer da sind, weg - und in dieser neuen Freiheit können wir Wege finden, wie wir unsere Bedürfnisse ohne Erwartungen oder Forderungen an andere erfüllen können. Denn durch jede Erwartung oder Forderung kommen die Schuldzuweisungen durch die Hintertür wieder herein.
Die Kommunikation (oder besser Nicht-Kommunikation) zwischen maschka und mir, die sich gerade abgespielt hat, könnte als gutes Beispiel dienen, wie wir tatsächlich Klarheit über unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse erlangen können, ohne andere dafür verantwortlich zu machen:
maschka hat geschrieben:Traurige Grüsse
Johannes hat geschrieben:Was möchtest du denn mit diesen Grüßen ausdrücken?
Dieser Satz wäre z.B. eine "unverschlüsselte" Antwort gewesen, keine "kryptische". Damit kann man weiter arbeiten und Klarheit finden. Auf diese Weise schneidest du die Kommunikation nicht ab, sondern drückst einfach aus, was in dir vorgeht - ohne mich mit reinzuziehen...Das passierte erst im nächsten Satz:maschka hat geschrieben: Ich für mich habe keine Möglichkeiten gesehen, dir zu erklären, was ich mit den "traurigen Grüssen" ausdrücken wollte.

maschka hat geschrieben:Nur schon das "denn" in deiner Frage ("Was willst du denn mit den traurigen Grüssen ausdrücken?" liess mich aufhorchen, wer denn hier geschrieben hat.
Du bleibst nicht bei dir - bei dem, was du gelesen hast - sondern du schaust auf mich, was ich geschrieben habe, und damit gibst du die Verantwortung für das, wie du dich fühlst, mir.
Wenn ich möchte, dass die Kommunikation weitergeht, könnte ich nun - statt maschka reinzudrücken, dass sie mein "denn" sehr willkürlich interpretiert und dass nur sie es ist, die dahinter das Ego vermutet... - eine Vermutung aussprechen, die ihre Gefühle und/oder Bedürfnisse anspricht:
"Bist du vielleicht verärgert, weil dir Verständnis und Akzeptanz wichtig sind?"
Dies wäre eine Weise, wie wir mit CC lernen, die Kommunikation eher aufrechtzuerhalten statt abzuschneiden - und damit den Weg zu wahrer Vergebung ebnen. So kann ich reagieren, wenn ich in Ruhe bin.
Bin ich jedoch selbst aufgeregt durch das, was maschka geschrieben hat, habe ich die Möglichkeit - statt eine "kryptische" Antwort darauf zu geben oder sie anzugreifen, um meine Aufgeregtheit zu verschleiern - mich selbst vollkommen auszudrücken. Das bedeutet, ich drücke meine Gefühle und Bedürfnisse offen aus, jedoch ohne den anderen dafür verantwortlich zu machen:
"Wenn ich lese, was du geschrieben hast, bin ich verärgert und traurig, da mir Klarheit und Offenheit wichtig sind."
Und ich könnte noch eine Bitte aussprechen:
"Bist du bereit, mir zu sagen, wie du mein "denn" verstanden hast." - oder auch:
"Bist du bereit, dir meine Beweggründe für das "denn" anzuhören?"
Wenn wir auf diese Weise die Kommunikation am Laufen halten, könnten wir alle Missverständnisse klären und Klarheit wiederherstellen.
Schuldzuweisungen und Verurteilungen können nämlich nur im Verborgenen aufrecht erhalten und genährt werden. Klarheit lässt sie einfach verschwinden.
In diesem Zusammenhang könnte auch mein Text "Aufbruch in ein neues Zeitalter der Kommunikation" erhellend sein, in dem ich darauf hinweise, dass unsere gewohnte Art der Kommunikation unsere Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche verschleiert und dadurch wahres Verständnis unter den Menschen unmöglich macht.

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Re: Vergebung und CC
Liebe Maschka!
Und wärest du bereit, meine Beweggründe für das "denn" zu erfahren?
Johannes
Bist du vielleicht verärgert, weil dir Verständnis und Akzeptanz wichtig sind?maschka hat geschrieben: ... Nur schon das "denn" in deiner Frage ("Was willst du denn mit den traurigen Grüssen ausdrücken?" liess mich aufhorchen, wer denn hier geschrieben hat.
Und wärest du bereit, meine Beweggründe für das "denn" zu erfahren?
