Autor Thema: Lektion 054  (Gelesen 1114 mal)

Offline Johannes

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Lektion 054
« am: 23. Februar, 2013 00:35:47 »
Heute wiederhole ich die folgenden 5 Leitgedanken:
Zitat von: KURS-Lektion 54

1.  (16) Ich habe keine neutralen Gedanken.
2.  (17) Ich sehe keine neutralen Dinge.
3.  (18) Ich erfahre die Wirkungen meines Sehens nicht allein.
4.  (19) Ich erfahre die Wirkungen meiner Gedanken nicht allein.
5.  (20) Ich bin entschlossen, zu sehen. *)

Alle heutigen Leitgedanken bestärken mich darin, dass ich Geist bin.
Ich bin dankbar dafür, dass meine wahre Natur nie verändert werden konnte.


*) Hier findest du den Kommentar zu dieser Lektion!

Danke von:

Maggy, toni, Anne, Delphine, Kerstin P., Jalila

Kerstin P.

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Re: 1. Wiederholung - Lektion 054
« Antwort #1 am: 23. Februar, 2018 12:50:39 »
Hallo ihr Lieben,

ich hänge mich mit meiner Frage hier an, weil es um die Wiederholungen geht.
Wenn das lieber ein eigener Faden sein soll, dann ändert das bitte (Admin) Danke.

Heute habe ich ein Erstaunen bei folgender Aussage erfahren:

"Wenn ich nicht dächte, würde ich nicht existieren, weil Leben Denken ist."

Da sträubt sich aber alles in mir, denn gerade als ich meine Pflanze abduschte, sie vorsichtig berührte und spüren konnte, wie sie das Wasser aufsaugt, da fragte ich mich - und euch - sind nichtdenkende Wesen denn kein Leben?
Und im Tiefschlaf, da wo nicht gedacht wird, bin ich dann nicht am Leben?

lieben Gruß erstmal in die Runde sendet Kerstin P.

Danke von:


Offline Michael

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Re: Re: 1. Wiederholung - Lektion 054
« Antwort #2 am: 23. Februar, 2018 13:54:22 »
"Wenn ich nicht dächte, würde ich nicht existieren, weil Leben Denken ist."

Das ist Descartes, "Ich denke, also bin ich." In die Falle muss jeder mal reintreten.

Da sträubt sich aber alles in mir, denn gerade als ich meine Pflanze abduschte, sie vorsichtig berührte und spüren konnte, wie sie das Wasser aufsaugt, da fragte ich mich - und euch - sind nichtdenkende Wesen denn kein Leben?

Korrekt! Pflanzen sind kein Leben. Nichtdenkende oder denkende Körper, sprich Materie, sind kein Leben. Materie ist der Trennungsgedanke per se.

Und im Tiefschlaf, da wo nicht gedacht wird, bin ich dann nicht am Leben?

Es scheint als nimmst du den "Wachzustand" als Referenz was wahr und was falsch ist. Der Zustand im Wachzustand ist etwas und der Zustand im Tiefschlaf ist nichts.
Was ist der Zustand zwischen zwei Gedanken, in denen der Verstand nicht anwesend ist. Nichts? Ja, Natürlich, du weißt nichts davon, da der Verstand nicht anwesend war. Was ist der Zustand zwischen zwei Träumen (einer Serie von Gedanken), den wir Tiefschlaf nennen? Nichts? Nur weil der Verstand davon nichts weiß? Was ist der Unterschied zwischen der Lücke zwischen zwei Gedanken und Tiefschlaf. Keines von beiden hat objektive Qualitäten (Größe, Dauer, ...). Keines passiert in der Zeit.


Michael

Happiness is peace in motion, Peace is happiness at rest.

Danke von:

Kerstin P., Petra Wi

Kerstin P.

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Re: Re: 1. Wiederholung - Lektion 054
« Antwort #3 am: 23. Februar, 2018 15:05:25 »
Zitat
Das ist Descartes, "Ich denke, also bin ich." In die Falle muss jeder mal reintreten.

Also legt der Kurs Fallen aus?

Wozu?

Danke von:


Offline Michael

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Re: Re: 1. Wiederholung - Lektion 054
« Antwort #4 am: 23. Februar, 2018 15:22:21 »
Zitat
Das ist Descartes, "Ich denke, also bin ich." In die Falle muss jeder mal reintreten.

Also legt der Kurs Fallen aus?

Wozu?

Da hast du sicherlich was mißverstanden. Auf welche Textstelle bzw. Übung beziehst Du dich?
Das was du bist kannst du nicht durch Denken erfahren. Diese Anwesenheit von der Johannes und Karin spricht ist nicht eine intellektuelle Erfahrung. Es ist kein Gedanke.

Michael
Happiness is peace in motion, Peace is happiness at rest.

Danke von:

Kerstin P., Petra Wi

Offline Jalila

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Re: Re: 1. Wiederholung - Lektion 054
« Antwort #5 am: 23. Februar, 2018 16:24:50 »
Ja, darüber habe ich mich heute auch gewundert, es steht in der Tageslektion 54, unter 2. (17) Ich sehe keine neutralen Dinge.

Was ich sehe, legt dafür Zeugnis ab, was ich denke. Wenn ich nicht dächte, würde ich nicht existieren, weil Leben Denken ist. Lass mich die Welt, die ich sehe, als eine Darstellung meines eigenen Geisteszustands betrachten. Ich weiß, dass sich mein Geisteszustand ändern kann. Und damit weiß ich auch, dass sich die Welt, die ich sehe, ebenfalls ändern kann.

Wenn wir ein Gedanke GOTTES sind, stimmt der Satz ja schon oder?

Vielleicht sagen Johannes oder Karin was darüber? Danke!
Jalila
Die Liebe Gottes in dir zu fühlen heißt, die Welt neu zu sehen, vor Unschuld leuchtend, lebendig vor Hoffnung und gesegnet mit vollkommener Barmherzigkeit und Liebe.

Danke von:

Kerstin P., Michael, Petra Wi, Johannes

Offline Johannes

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Re: 1. Wiederholung - Lektion 054
« Antwort #6 am: 23. Februar, 2018 18:43:17 »
Heute habe ich ein Erstaunen bei folgender Aussage erfahren:
"Wenn ich nicht dächte, würde ich nicht existieren, weil Leben Denken ist."
Viele Aussagen im Kurs lassen uns erstaunen. Jedoch was wir mit unserem Erstaunen machen, kann uns Hilfe oder Fluch sein.
Zitat von: Kerstin
Da sträubt sich aber alles in mir...
Das ist ein Hinweis darauf, dass du eine starke Überzeugung hegst, von der du glaubst, dass sie wahr ist.
Das ist noch kein Problem, jedoch kann es sehr leicht eines werden. Wenn du nämlich versuchst, deine eigene Überzeugung zu behalten und zu rechtfertigen, dann hat der Kurs einmal Pause. Und das muss nicht sein.

Du aber hast dich in diesem Fall an das Forum gewandt. Das ist eine gute Entscheidung. Denn damit drückst du aus, dass du nicht ganz so sicher bist, ob du mit deiner Überzeugung richtig liegst, oder ob du einfach nur etwas missverstanden hast.

Unser Erstaunen kann - so wie alles hier - entweder konstruktiv genützt werden oder destruktiv.
Wenn sich alles in uns gegen eine Aussage im Kurs sträubt, dann tun wir gut daran, einfach zu bemerken, dass wir etwas nicht verstehen und dass uns Verständnis zu gegebener Zeit zuteil werden wird. Dies wäre die konstruktive Art, mit Erstaunen und Widerstand umzugehen.

Wenn wir aber versuchen, unser mangelndes Verständnis mit eigenen Überlegungen zum Verschwinden zu bringen, dann werden wir den Kurs als unsinnig oder zumindest nicht ganz richtig ansehen und das Vertrauen ist dahin.

Soweit das Allgemeine. Kommen wir jetzt zum speziellen Problem:
Schauen wir uns zuerst einmal gemeinsam an, was dieser Satz uns sagen kann:
"Wenn ich nicht dächte, würde ich nicht existieren, weil Leben Denken ist."
Zuerst einmal macht er uns bewusst, dass wir keine Ahnung haben von dem, was "Leben" tatsächlich ist.
Alle Wissenschafter und Philosophen seit Anbeginn der Menschheit versuchen "dem Leben" auf die Spur zu kommen - und sie alle kommen ab einem bestimmten Punkt nicht weiter.
Aber EKIW gibt uns hier einmal einen wesentlichen Hinweis: Leben ist Denken.

Descartes ist mit seinem "Ich denke, also bin ich" zumindest einen Schritt der Wahrheit näher gekommen als viele seiner Vorgänger.
Er bringt "Denken" und "Sein" zumindest in einen Zusammenhang.
Der Kurs lehrt uns aber noch viel mehr: Er zeigt uns auf, dass wir Geist sind. Und was tun Geister? Sie denken, sie bestehen aus Gedanken - und um es noch exakter zu sagen: Sie sind Gedanken.

Nur können wir damit am Anfang (und wir stehen immer noch am Anfang, wenn wir dabei sind, den Kurs zu lernen) nicht sehr viel anfangen, denn unsere Erfahrung hat uns etwas anderes gelehrt. Aber - wenn wir bereit sind - können wir jetzt lernen, andere Erfahrungen zu machen. Nämlich solche, die der Wahrheit nicht entgegenstehen, sondern sie bestätigen.

Wir finden im Kurs immer wieder uns bekannte Begriffe, die aber in Großbuchstaben (Kapitälchen) geschrieben sind. Diese Begriffe wie z.B. GOTT, SÜHNE, HEILIGER GEIST, etc beziehen sich auf die Wahrheit. Und die Wahrheit ist eine Ebene, die wir hier nicht verstehen können. Wir brauchen nur zu wissen, dass wir keine Ahnung haben, was diese Begriffe in Wirklichkeit bedeuten.
Das öffnet unseren Geist so weit, dass uns zeitweise Einsichten gegeben werden können, die uns dann weiter führen.
Die "Reise zurück" zu unserem URSPRUNG - zu unserer QUELLE - hat begonnen.*)
 
Wenn wir auf unserer Reise für einen Augenblick das Ziel erahnen, dann machen wir eine Erfahrung, die nicht beschrieben werden kann, die uns aber in die Lage versetzt, dass wir Descartes' Aussage soweit korrigieren, dass sie die Wahrheit widerspiegelt. Sie lautet dann folgendermaßen: "Ich bin, was ich denke."

Wenn ich denke, dass ich ein Körper bin, bin ich ein Körper und erfahre "mich" so. Das bedeutet, ich denke eigene Gedanken.
Diese Gedanken sind jedoch nicht wirkliche Gedanken, sondern einfach nur Bilder, die ich gemacht habe.

Wenn der HG mir sehr oft in diesem Kurs versichert "Ich bin kein Körper. Ich bin frei", dann spiegelt dieser Gedanke die Wahrheit. Der HG gibt mir auch ein "Bild" von dem, was ich bin, z.B. in der Lektion 61: "Ich bin das Licht der Welt".
Dies ist kein Gedanke von "mir", sondern von "MIR" - oder mit anderen Worten - vom HG, der eins mit dem SOHN GOTTES ist, der ich in Wahrheit bin.

Zitat von: Kerstin
Also legt der Kurs Fallen aus?  Wozu?
:biggrin: Nein, der Kurs legt keine Fallen aus. Doch als Kursschüler gehen wir oft nur zu gerne in die Fallen, die das Ego auszulegen scheint. **)
Die Falle ist immer die gleiche - aber sie erscheint in vielen verschiedenen Formen:
Wir halten "eigene" Gedanken, Überzeugungen und Erfahrungen für die Wahrheit.

Aber wir können jederzeit ganz leicht all diesen Fallen entkommen - indem wir anerkennen, dass wir von uns aus nicht wissen.  :cool:

 herz Johannes




*) Der folgende Text ist eine Variante, wie diese "Reise zurück" beschrieben werden kann: Der Weg vom "ich" zum "ICH"
**) Siehe dazu auch folgenden Text: Egofallen

Danke von: