Wunderkommunikation Forum

Thema: CC Workshop - 1.+2.12.2012  (Gelesen 7598 mal)

Offline Johannes

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2328
    • Wunderkommunikation - INFOSEITE
CC Workshop - 1.+2.12.2012
« am: 03. Dezember, 2012 18:13:36 »
Wer an diesem Workshop teilgenommen hat, ist herzlich eingeladen, hier darüber zu berichten!

 herz Karin&Johannes

Danke von:


Offline leslie1

  • Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 64
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #1 am: 03. Dezember, 2012 19:03:27 »
Vor dem Seminar hatte ich keine Ahnung was der Wert von GFK eigentlich ist. Jetzt nach dem Schulung erahne ich langsam wie wertvoll und hilfreich GFK wirklich ist...die empathische Betrachtungsweise hilft mir Vergebung als gerechtfertigt anzusehen!! Wenn ich hinter jedem Konflikt, mit mir selber oder anderen, die unerfüllten Bedürfnisse erkenne, geschieht wahre Vergebung  herz
Die GFK ermöglicht mir, als konkretes Werkzeug, den Ruf nach Liebe in jeder Konfliktsituation zu erkennen. Theoretisch wusste ich ja bereits, dass der HG entweder einen  Ruf nach Liebe oder den Ausdruck von Liebe sieht. In der Praxis aber hielt das Gefühl von Konflikt hartnäckig an. Nun habe ich ein Werkzeug gewonnen, mit dem ich ganz nüchtern meine Gefühlslage beleuchten kann. Nun ist der Weg frei für die Vergebung. Denn solange ich Konflikt erfahre, verleihe ich dem Irrtum Wirklichkeit (Sünde). Da Verzeihung für meines Bruders Sünden und Fehler nicht nebeneinander existieren können.
Ich möchte aus Lektion 134 zitieren:

Zitat
Weil du denkst, deine Sünden seien wirklich, siehst du Verzeihung als Täuschung an. Denn es ist unmöglich, Sünde für wahr zu halten und nicht zu glauben, dass Vergebung eine Lüge sei.
Ü-I.134.4:1-3

und weiter:

Zitat
Lass mich die Vergebung wahrnehmen, wie sie ist. Würde ich mich dessen anklagen? Ich will mir diese Kette nicht anlegen.
Ü-I.134.17:3-5

Jetzt da ich weiss und fühle, dass mein Bruder aus dem Bedürfnis nach Liebe stöhnt. Würde ich ihn dessen anklagen?


Danke von:


Offline Sissyy

  • Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 142
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #2 am: 03. Dezember, 2012 20:47:39 »
 bei mir nicht.
Wenn alles weg ist, na dann....
Aber ganz gleich probier ich noch mal....
Das schönste für mich am Seminar war... Es gibt dabei (CC) immer nur ein Danke oder ein Bitte. D.h. die Liebe oder ein Ruf nach Liebe.
 herzSissy

Danke von:


Offline leslie1

  • Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 64
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #3 am: 03. Dezember, 2012 21:24:38 »
   Liebe Sissy.

Wenn alles weg ist, na dann....

Wahrscheinlich hast du mich falsch verstanden. Habe nicht behauptet die Vergebung sei bei mir vollendet, schön wärs  :p
Nun ist der Weg frei für die Vergebung.

CC beschleunigt  raketenmässig den Prozess der Vergebung  :cool:

 :-* Simon




Danke von:


Offline Susanne*

  • Mitglied
  • **
  • Beiträge: 25
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #4 am: 04. Dezember, 2012 09:06:36 »
Für mich war am wichtigsten die Erkenntnis, dass ich die Kommunikation trenne, wenn ich meine, eine Lösung anbieten zu können oder zu müssen. Was für eine Erleichterung!!!

Dieser ansonsten so komplizierte Stoff der GfK wurde dank Karin und Johannes in angenehmen, mundgerechten Stückchen serviert - ganz einfach, wie Johannes immer wieder sagte. Na dann . . . Ich fühl mich gut gerüstet für die kommenden Gespräche.

 herzliche Grüße
Susanne

Danke von:


Offline Sissyy

  • Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 142
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #5 am: 04. Dezember, 2012 12:01:56 »
Lieber Simon,
Sorry habe nicht dich gemeint sondern meinen PC, also wenn der Text weg ist. Bei der Arbeit funktionierts.
Ansonsten bin ich ganz bei dir.
Für mich war am wichtigsten die Erkenntnis, dass ich die Kommunikation trenne, wenn ich meine, eine Lösung anbieten zu können oder zu müssen. Was für eine Erleichterung!!!

Dieser ansonsten so komplizierte Stoff der GfK wurde dank Karin und Johannes in angenehmen, mundgerechten Stückchen serviert - ganz einfach, wie Johannes immer wieder sagte. Na dann . . . Ich fühl mich gut gerüstet für die kommenden Gespräche.

 herzliche Grüße
Susanne
Das war auch für mich ein hoch. Endlich keine Lösung anbieten zu müssen.
lg Sissy

Danke von:


Offline Hannes

  • Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1012
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #6 am: 04. Dezember, 2012 14:30:53 »
Wow, ihr habt ja schon alles geschrieben .... .

Habe zwar "nur" den Sonntag mit euch verbracht, mein Körbchen aber doch randvoll beladen.
Dieses Kürzen wie beim Bruchrechnen, das weitere Vereinfachen, die zunehmende Griffigkeit der Werkzeuge - sagenhaft! Ich brauche kein weises Gesicht aufzusetzen und mir ein "dass der mich grad ankotzt ist ein ungelenker Schrei nach Liebe" mit viel Ach und Krach ins Gedächtnis zu rufen ... ich sehe, dass er bittet. Nur noch unterscheiden in "Bitte!" oder "Danke."; so hab ichs gern.
Überhaupt .... . Sone Sätze wie "Der Terrorist hat einfach eine miserable Strategie, seine Bitte vorzutragen." Hach, schön!
G+B, bitte/danke, je kürzer der Draht, desto weniger kann ich mir selbst draufrumstehen.

Ganz großes Danke!
Hannes

Danke von:


Offline leslie1

  • Mitglied
  • ***
  • Beiträge: 64
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #7 am: 04. Dezember, 2012 15:42:41 »
Ansonsten bin ich ganz bei dir.
herz herz herz :-* herz herz herz

Danke von:


Offline karin

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 1375
    • Wunderommunikation - INFOSEITE
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #8 am: 05. Dezember, 2012 23:54:58 »
NACHLESE ZUM WORKSHOP IN WEILHEIM/BAYERN



Als wir am Samstag zu Mittag mit dem Workshop begannen, wussten wir, dass viel Arbeit vor uns lag, denn wir hatten vor, die Grundlagen der Compassionate Communication (CC) in nur wenigen Stunden zu vermitteln.

Nachdem wir uns damit beschäftigt hatten, uns unsere wahre Natur (Natural Giving) und den Sinn jeglicher Kommunikation bewusst zu machen  - nämlich unsere Bedürfnisse zu befriedigen - beleuchteten wir als nächstes das Thema "Gefühle und Bedürfnisse".

Den Zusammenhang, dass wir bei einfühlender Kommunikation stets unsere Gefühle mit unseren eigenen Bedürfnissen verbinden, stellten wir als entscheidend heraus, da wir sonst meinen, wir fühlen uns in einer bestimmten Weise, weil ein anderer irgendetwas gemacht hat. Die anderen können jedoch lediglich Auslöser, nie aber die Ursache für unsere Gefühle sein. Dazu experimentierten wir mit folgendem Sprachmuster mit Hilfe unserer Wortschatz-Listen und kombinierten Gefühle mit möglichen dazugehörigen Bedürfnissen:

"Ich fühle mich........., weil ich.............brauche."


Danach war es spannend für uns, Probleme aus unserem Alltag mit Hilfe der 4 Schritte zu klären:

BEOBACHTEN, ohne zu bewerten - GEFÜHLE wahrnehmen und ausdrücken - Erkennen und Akzeptieren der BEDÜRFNISSE hinter den Gefühlen - Um das BITTEN, was unser Leben bereichert.

Den Sonntag widmeten wir der Empathie und der Selbstempathie.

Abzuklären, was ist Empathie und was nicht, anhand der Reaktionen von MitarbeiterInnen auf ein frustrierendes Ereignis einer Kollegin, machte Spaß.

Wie verblüffend einfach ist es, Empathie zu erkennen, wenn wir wissen, dass es darauf ankommt, ob sich jemand auf die Gefühle und Bedürfnisse seines Gegenübers konzentriert oder auf irgendetwas anderes wie zB. Analyse, Mitleid, Kritik, usw.

Auch bei der Selbstempathie ging es darum, mit den Bedürfnissen und den dahinter liegenden Gefühlen verbunden zu sein - dieses Mal mit unseren eigenen.

Besondere Aufmerksamkeit schenkten wir hierbei der "Wolfsshow". Wenn wir unsere Urteile über eine Situation hören, können wir daraus auf unsere unerfüllten Bedürfnisse schließen und verteilen keine Schuld mehr an unser Gegenüber oder an uns selbst.

Wir kamen zu dem Schluss, dass es sinnvoll ist, unsere innere Haltung in allen Situationen und uns selbst gegenüber jeden Augenblick zu überdenken, da alle darunter leiden - bewusst oder unbewusst - wenn wir unseren Gefühlen und Bedürfnissen keine Beachtung schenken.

Diese Umschulung unserer Einstellung ist ein längerer Prozess, der unsere ständige Bereitwilligkeit braucht.

Es tauchte zum Schluss noch die Frage auf, ob es für Kursschüler sinnvoll ist, Gefühle und Bedürfnisse im besonderen zu beachten. Dies wollen wir bei den Wunderkommunikation- Seminartagen im Februar klären.

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, mit euch zusammenzuarbeiten, und wir freuen uns jetzt schon wieder auf euch!


Viele liebe Grüße  herz

Karin



Anhang von Johannes:

Hier noch einige Hinweise auf die wesentlichen Unterschiede zwischen herkömmlicher Kommunikation und CC:

1) Bei CC geht es nicht darum, Lösungen für Probleme zu finden, sondern es geht nur darum, mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen in Kontakt zu kommen. Die Lösungen finden sich dann ganz natürlich.

2) Mithilfe von CC können wir ganz einfach alle Menschen verstehen - indem wir nur darauf hören, ob sie BITTE oder DANKE meinen, mit dem, was sie uns sagen:

Jeder Angriff, jeder Vorwurf und jede Kritik oder Schuldzuweisung bedeutet immer nur: BITTE!   - Von EIN KURS IN WUNDERN kennen wir dies als "Ruf nach Liebe".

Danke von:


Offline Johannes

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 2328
    • Wunderkommunikation - INFOSEITE
Re: CC Workshop - 1.+2.12.2012
« Antwort #9 am: 16. Dezember, 2012 18:37:12 »
Alle Teilnehmer an diesem Workshop (und auch jene, die im Februar in Freising dabei sein werden) haben ja Material dazu per Mail zugeschickt bekommen.
Wie wir gehört haben   zwink, kann es ziemlich große Freude bereiten, dieses Material auszudrucken und sich eine CC-Mappe anzulegen...so wird das Material noch anschaulicher...  herz

Viel Vergnügen dabei wünschen euch

Karin&Johannes

Danke von: