Wunderkommunikation Forum

Den Kurs leben => Ein Kurs in Wundern => Thema gestartet von: daniela am 17. Juli, 2011 11:07:26

Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: daniela am 17. Juli, 2011 11:07:26
Hallo ihr Lieben,

seit Tagen kau ich an der Entscheidungsregel "Und ich hoffe deshalb, dass ich Unrecht hatte" herum...
Der Schritt vorher ist noch klar, auch was es eigentlich zu entscheiden gilt, aber der Unwille ist riesig und so
komme ich nicht über diesen Schritt hinaus!? Unrecht weil ich auf das Falsche schaue, oder Unrecht in der
Illusion, bei was hoffe ich Unrecht zu haben??? Blockade

Danke und einen schönen Sonntag,
Daniela
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Erika am 17. Juli, 2011 11:34:00
Hallo Daniela, die Entscheidungsregeln sind eine sehr praktikable Möglichkeit, auf Fehlentscheidungen zu reagieren. Ganz grob gesagt ist alles, was Du nicht als Freude wahrnimmst, eine Fehlentscheidung. Oder anders: Jede Entscheidung, die Du nicht mit dem HEILIGEN GEIST triffst, ist eine Fehlentscheidung, weil jeder Ärger, jeder Kummer usw. auf dem "Alleine-Wollen" beruhen. Das ist allerdings gar nicht so leicht als wahr anzunehmen, weil es eine Menge Vertrauen voraussetzt.
Wenn Du sagst: "Ich hoffe deshalb, dass ich Unrecht hatte", dann machst Du damit den Weg frei für eine andere Sichtweise, die auch Dein Vertrauen ausdrückt.
In gewisser Weise sagst Du damit: "Okay, HG, ich geb' Dir jetzt 'ne Chance, mich zu überzeugen."  normalo1
Je öfter Du dieses Vertrauen aufbringst, desto häufiger kannst Du die Erfahrung machen, was ziemlich umgehend passiert, wenn Du IHM dieses Vertrauen schenkst: Dein Geist beruhigt sich und kann von dem Hin- und Herschieben nutzloser Gedanken (à la: Hätte ich vielleicht doch besser dieses getan, statt jenes? Bin ich Schuld daran, dass die Sache xy schief gelaufen ist?) abrücken.
Letztendlich ist es unsere Erlösung, dass wir Unrecht haben.  zwink

  :jöö: Erika
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Hannes am 17. Juli, 2011 13:06:18
Zitat von: daniela;912
bei was hoffe ich Unrecht zu haben?

Zitat von: Erika;913
Dein Geist beruhigt sich

Ich versuche gar nicht, das, wobei ich Unrecht hatte, zu konkretisieren. Ich denk mir dann sowas wie "in der ganzen Angelegenheit". Irgendwo ist mir ein Fehler unterlaufen, ich hab keinen Schimmer, wo das war, und lass jetzt einfach das Korrekturprogramm durchlaufen und zieh meine Finger raus aus der ganzen Sache. Und dann kommt dieses beruhigende Gefühl.
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Bettina am 17. Juli, 2011 18:42:26
Ich mach´s meistens auch so wie du, Hannes! Ich habe allerdings auch schon versucht , nach dem konkreten Fehler zu suchen, weil ich sowas mal bei Marianne Williamson gelesen habe. Der Vorteil der konkreten Vergebung ist wohl, dass ich beim nächsten Mal in so einer Situation gleich aufmerksam sein kann und so garnicht erst ins Egodenken gerate. Dafür funktioniert die erste Methode schneller!  zwink

 herz Bettina
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Johannes am 18. Juli, 2011 10:03:08
Zitat von: daniela;912
...aber der Unwille ist riesig und so komme ich nicht über diesen Schritt hinaus!? Unrecht weil ich auf das Falsche schaue, oder Unrecht in der Illusion, bei was hoffe ich Unrecht zu haben??? Blockade
In dem Unwillen, den du spürst, drückt sich der Wunsch aus, Recht zu haben. Denn du glaubst, dass im "Recht-Haben" deine Erlösung liegt. Aus dem "Recht-Haben" hast du bisher dein ganzes "Selbstbewusstsein" - tatsächlich aber nur Egobewusstsein! - bezogen.
Doch liegt deine Erlösung darin, dass du anerkennst, dass du im Unrecht sein musst, weil du nicht glücklich bist.
Und Glück ist dein natürliches Erbe. Wie könntest du unglücklich sein - und Recht haben?

 herz Johannes
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Bettina am 18. Juli, 2011 11:28:42
Hmmmm....dazu fällt mir gerade auch noch eine Frage ein:
das Glück, welches mein Erbe ist, fühlt sich manchmal noch sehr körperlich an, also ich meine so, wie es sich früher auch angefühlt hat, wenn ich mich gefreut habe, wenn mein Leben gerade mal "rund" lief. Ist das das Glück? Es geht wohl eher um die Ursache des Glücks und nicht um seine Form( so beantworte ich mir mal eben selbst meine Frage :biggrin:
Solange das Glück durch etwas äußeres verursacht wird ist es nicht das Glück, welches ich will, sonder nur ein kurzlebiges Gefühl, dass bald in sein Gegenteil umschwingen kann.
Das Glück, welches von GOTT ist, kommt durch meine innere Wahl mit IHM zu schauen .
Wenn ich falsch liege, bitte berichtigen!   normalo1

 herz Bettina
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Susanne am 18. Juli, 2011 18:18:42
Ich finde gerade die Entscheidungsregeln sehr hilfreich. Auch wird das zwischen dem ich mich zu entscheiden habe immer klarer.
Ich habe allerdings für mich den Eindruck, dass der Widerstand kongruent zur Einsicht in die Vernunft wächst. Das Theater, das ich oft veranstalte ist schon extrem. Es geht von tiefen Traurigkeitsanfällen über Wut zu absoluten Hassgefühlen.

Was aber wächst ist die Erfahrung meiner Stärke. Heute habe ich erlebt wie es gelungen ist, tatsächlich umzuschwenken und das nachdem ich mich eigentlich schon entschlossen hatte, mich wegen Erschöpfung erst einmal, am besten für die nächsten Monate,, krank schreiben zu lassen.

Es ist halt nach wie vor sehr unstabil, aber auch ein bißchen zum Lachen.

Liebe Grüße
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Johannes am 18. Juli, 2011 19:47:33
Zitat von: Bettina;922
das Glück, welches mein Erbe ist, fühlt sich manchmal noch sehr körperlich an, also ich meine so, wie es sich früher auch angefühlt hat, wenn ich mich gefreut habe, wenn mein Leben gerade mal "rund" lief. Ist das das Glück?
Jedes Glück ist das Glück - solange du nicht versuchst, es an bestimmten äußeren Gegebenheiten festzumachen.

Zitat von: Bettina;922
Das Glück, welches von GOTT ist, kommt durch meine innere Wahl mit IHM zu schauen . Wenn ich falsch liege, bitte berichtigen!
So kann man es in der Theorie ausdrücken. In der Praxis jedoch wird Glück einfach erfahren. Erst wenn wir darüber nachdenken, wieso oder warum wir glücklich sind, ist die Erfahrung vorbei...und wir denken nach...  normalo1

Übrigens: Wenn deine obige Aussage dazu führt, dass du dich nur selbst quälst, weil du das Gefühl hast, eine falsche Wahl getroffen zu haben, weil du nicht glücklich bist - dann ist diese Aussage nicht hilfreich für dich.
 
Vielleicht ist dann folgende Aussage hilfreicher: Wenn du glücklich bist, dann könnte man auch sagen, dass du GOTT gerade nicht widersprichst...  :cool:

 herz Johannes




Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Bettina am 18. Juli, 2011 22:20:22
Zitat von: johannes;925
Übrigens: Wenn deine obige Aussage dazu führt, dass du dich nur selbst quälst, weil du das Gefühl hast, eine falsche Wahl getroffen zu haben, weil du nicht glücklich bist - dann ist diese Aussage nicht hilfreich für dich.

Danke für den tipp, aber ich bin ja glücklich  normalo1

 herz Bettina
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Johannes am 18. Juli, 2011 23:47:47
Zitat von: Bettina;927
Danke für den tipp, aber ich bin ja glücklich

Das ist schön. Und vor allem - das ist die Wahrheit über dich.  :zopfi:

 herz Johannes
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: veronika am 19. Juli, 2011 12:59:39
  jep
Zitat von: Erika;913
Letztendlich ist es unsere Erlösung, dass wir Unrecht haben.  zwink
 :-* Erika

Zitat von: johannes;925
Vielleicht ist dann folgende Aussage hilfreicher: Wenn du glücklich bist, dann könnte man auch sagen, dass du GOTT gerade nicht widersprichst...

Also, die zwei Sätze sind sooo - also so wunderbar, dass man eigentlich ein Lied draus machen müsste.
Aber das geht sich grad noch nicht aus, drum einfach mal  jep jep jep
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Jalila am 25. März, 2012 11:52:51
Seit ein paar Tagen habe gar keine Lust mehr gehabt, im Textbuch zu lesen.

Mit den Lektionen war ich durch, hatte ein bisschen im "Handbuch für Lehrer" gelesen, und hatte nach ein paar Tagen mit der Tageslektion den Kurs wieder angefangen - das war Lektion 65.

Mein Bedürfnis war nun, auch endlich das Textbuch kontinuierlich der Reihe nach zu studieren (bevor ich "groß" im Handbuch für Lehrer lese!), denn ich hatte ja in dem ganzen Kursjahr nur 4 Kapitel im Textbuch durchgelesen, und so las ich alles von vorne schön der Reihe nach durch mit dem Anspruch, nur solange zu lesen, wie ich es verstehen konnte.

Manchmal schaffte ich einen Abschnitt, mal ein ganzes Kapitel.  Als ich das Kapitel 11 durch hatte, kam der Widerstand vor ca. 5 Tagen. Ich las nur noch die Tageslektion und die Erläuterungen von Johannes und einige Nonduale Texte.  (https://www.wunderkommunikation.de/nonduale-texte)

Gestern Abend nun bin ich durch einen Beitrag im Forum auf das Kapitel 30, Abschnitt I. Entscheidungsregeln (https://www.wunderkommunikation.eu/downloads/entscheidungsregeln/) aufmerksam geworden und obwohl ich die eigene Entscheidung getroffen hatte, das Textbuch schön der Reihe nach lesen zu wollen, erlaubte ich mir die Ausnahme, mal reinzuschauen, und mir leuchtete der Satz entgegen "Heute möchte ich keine Entscheidungen selber treffen", und obwohl Freude aufkam, fühlte ich mich zu müde bzw. nicht aufnahmefähig, um es zu lesen.

Heute nun in meiner morgendlichen Übungszeit stieß ich erst einmal auf den Rundbrief vom Greuthof-Verlag "Einsichten für einen glücklichen Tag", wo gegen Ende genau der gleiche Satz steht: "Heute möchte ich keine Entscheidungen selber treffen"!

Das nahm ich als Bestätigung, dass es rechtens ist, meine eigene Regel zu brechen und einfach die ganzen Kapitel zu überspringen und las also im Kapitel 30 den Abschnitt I. Entscheidungsregeln.

Und welche Freude: Es ist genau das Thema, das mich zur Zeit am meisten beschäftigt und was ich ganz stark erlebe: Jedesmal, wenn ich eine "eigene" Entscheidung treffe, merke ich sofort, dass das ein Fehler war, das irgendwas geschieht, was mich nicht glücklich macht, manchmal tut es richtig weh! Und es entsteht eine Störung des Friedens. Und ich erlebe, dass mein Glück oder das Friedensgefühl am schnellstens wieder zurückkehrt, wenn ich mir sage, das war eine Fehlentscheidung, bitte hilf mir, HG. Dann kann ein Wunder geschehen und es geschieht tatsächlich! Das erlebe ich immer öfter (vor ein paar Tagen dachte ich noch: Wo sind denn die Wunder? Ich muss mal mehr darauf achten, die geschehen wohl, ohne dass ich sie bemerke!). Es ist so unglaublich - aber wahr :-)

Ich bin sehr dankbar, dass mir dies alles geschieht, das ich dies erkennen darf, wie leicht ist jetzt mein Leben. Welche riesengroße Erleichterung: "Heute will ich keine Entscheidungen selber treffen." Mir kommt es vor, also ob ich diese (Er)Lösung mein Leben lang gesucht hätte! DANKE DANKE DANKE! :happy:

In Liebe :herz::herz::herz:
Jalila
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Angelika am 25. März, 2012 19:48:41
Eigene Regeln aufzustellen, heißt doch ich brauche einen Plan und unser eigener Plan mit unseren eigenen Regeln kann uns keine Freude und Glück bringen, weil wir Ihn dabei vergessen haben.
Der Heilige Geist führt uns immer über unser Gefühl und wenn wir darauf hören, dann werden wir auch eine Textstelle im Buch lesen, die wir gerade "zufällig" aufschlagen und wir lesen weiter und das ist genau die Art und Weise wie Er zu uns spricht.
Er hat dich doch wunderbar geführt.
Titel: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Jalila am 25. März, 2012 20:19:53
Das wollte ich mit meinem Beitrag ausdrücken, liebe Angelika - danke!
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gast MM am 31. März, 2013 09:39:08
Hallo zusammen, was bedeutet der Satz aus Kapitel 30, der Neubeginn, Absatz 15. Satz 5:
"Es gibt keine Freiheit von dem, was geschehen muss. Und wenn du denkst, es gebe sie, musst du im Unrecht sein."
Irgendwie versteckt sich hier wohl in mir ein ein störrischer Gedanke: was genau muss (zB hier in der "Welt" denn geschehen? Ich höre den Gedanken: "gar nix muss geschehen, ist doch alles Illusion, also wieso geschieht denn so ein Scheiß"
Ich hab das sinngemäß so wiedergegeben, wie der Gedanke hochblubbert.
Ist hier mit "was geschehen muss" das Drehbuchgeschehen, also was halt grad so auf der Bühne zu passieren scheint, gemeint, das ich dann nicht zu beurteilen habe?
Danke für Unterdiearmegreifen.
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Johannes am 31. März, 2013 10:35:10
... was bedeutet der Satz aus Kapitel 30, der Neubeginn, Absatz 15. Satz 5:
"Es gibt keine Freiheit von dem, was geschehen muss. Und wenn du denkst, es gebe sie, musst du im Unrecht sein."
Ist hier mit "was geschehen muss" das Drehbuchgeschehen, also was halt grad so auf der Bühne zu passieren scheint, gemeint, das ich dann nicht zu beurteilen habe?
Nein, damit sind die Regeln gemeint, die, wenn du dich daran erinnerst, dir einen glücklichen Tag bescheren.
Damit wir den Satz richtig verstehen können, ist der Zusammenhang notwendig:

Zitat von: KURS T-30.I.14:7-9
Du triffst selber keine Entscheidungen, was immer du entscheidest. Denn sie werden entweder mit Götzen oder GOTT getroffen. Du bittest CHRISTUS oder den Antichrist um Hilfe, und der, welchen du wählst, wird sich mit dir verbinden und dir sagen, was du tun sollst.
Für deine Frage bedeutet dies: Es gibt keine Freiheit in den Auswirkungen deiner Entscheidung:
Wenn du dich an CHRISTUS um Hilfe wendest, wirst (=musst) du einen glücklichen Tag haben - wenn du dich an den Antichrist (=Ego) wendest, "muss" dieser Tag für dich die Hölle sein.
Wenn du glaubst, du könntest dich zwar mit dem Ego verbinden und trotzdem einen glücklichen Tag haben, dann liegst du damit einfach falsch. Punkt:

Zitat von: KURS T-30.I.15:1-4
Dein Tag ist nicht dem Zufall überlassen. Er wird durch das festgelegt, mit dem du ihn zu leben wählst und wie der Freund dein Glück wahrnimmt, um dessen Rat du angesucht hast. Du holst dir immer Rat, bevor du dich für irgendwas entscheiden kannst. Das sollte klar sein...

 herz Johannes

P.S. Hier  (http://www.wunderkommunikation.eu/downloads/entscheidungsregeln/)gibt es auch ein Arbeitsblatt zu diesem Thema zum Herunterladen!



 
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gast MM am 31. März, 2013 10:47:31
Ahja, jetzt hats geschnackelt. Ich bin noch sehr gewöhnt, kompliziert und um die Ecke zu denken .....
Vielen herzlichen Dank. Und einen wunderschönen Tag mit IHM.
 :zopfi:
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gast MM am 01. April, 2013 11:19:33
Nachdem ich gestern mit Erika noch mal die Entscheidungsregeln durchgegangen bin, hab ich heute früh sehr gemerkt, dass ich kleinere Brötchen backen muss um von  hechl  uuuu   aaahh 
 nach
    brav    geh   dog   zu kommen.
Das heißt für mich konkret: ich kann mich immer nur für maximal eine halbe Stunde entscheiden, es gibt sogar Zeiten, da kommen die Egogedanken so Stakkatomäßig, dass ich sogar alle 5 min. mich auf die Regeln, die erste erstmal, besinnen muss. Ich halte wieder inne und erinnere mich.
Tja, was soll ich machen. Das ist nun mal so.   :trau:
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gast MM am 01. April, 2013 20:28:21
Was bedeutet für euch,  bzw. wie wirkt er auf euch.....
bitte recht offen und ehrlich, der kursiv gesetzte Satz:

"Bekämpfe dich nicht selbst."

Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gast MM am 02. April, 2013 09:49:22
Ich vermute ganz stark, dass ich ein "Geduld-Problem" habe. Ich bin wild entschlossen auf Jesus zu hören. Gestern zum Beispiel merkte ich den ganzen Tag, wie ich doch Groll auf jemand schiebe. Auf der einen Seite ist da sehr wohl die Einsicht und ich könnte nun sämtliche tools durchspielen, um den Schmerz wegzukriegen. Doch das Grundsätzliche hab ich ja schon angenommen: dass ich falsch getickt habe, als ich mir den Fuß gebrochen habe.
  Auf der anderen Seite merke ich: ich will jetzt ganz schnell die Schmerzen "weghaben", - zum Beispiel bei dem gebrochenen Fuß. Doch der braucht Zeit zum Heilen und es geht nicht schneller, wenn ich ganz viel mit ihm anstelle, damit er schneller heilt.
Deswegen hatte ich gefragt.
Ich verstehe den Satz nun in dieser Richtung: wenn du merkst dass da, trotz Einsicht, immer weitere Reste von Groll hochkommen, dann fang nicht an, dich selber zu bekämpfen, sondern gib es einfach immer wieder von neuem IHM.
Was Erfahrungen habt ihr?
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Hannes am 02. April, 2013 11:49:12
Ich seh es nicht als Sinn des Kurses an, nicht mehr zu grollen. Eher im Gegenteil. Ich grolle (so kommts mir vor) zB in den letzten Wochen mehr als je zuvor. Ich könnt echt auf jeden Topf mit dem Vorschlaghammer einen Deckel setzen.
Grollgrollgrollgrollgroll .... . Wo ich hinschaue. Irgendwie bin ich fasziniert. Hätt gar nicht gedacht, dass ich auf so vieles sauer bin. Und dann bin ich auch noch sauer, dass ich sauer bin. Ha, von wegen!
Meine Achterbahn befährt gerade ein ziemlich grolliges Gebiet. Ich finds nicht wirklich toll, aber es gehört wohl zur Fahrt dazu. Also schau ich mir das Spiel in Ruhe an.
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Erika am 02. April, 2013 12:31:02
Was bedeutet für euch,  bzw. wie wirkt er auf euch.....
bitte recht offen und ehrlich, der kursiv gesetzte Satz:

"Bekämpfe dich nicht selbst."

Wie bestellt, nur für Dich ...

Meine innere Haltung entscheidet darüber, welche Art von Tag ich habe.
Hingabe verbindet mich mit dem Heiligen Geist.
Widerstand verbindet mich mit dem Ego.
Hingabe kann erst geschehen, wenn kein Widerstand da ist. Hingabe kann ich nicht erzwingen, denn Zwang widerspricht der Natur der Hingabe. Im Unterschied zum Opfern gebe ich mich aus vollkommen freiem Willen hin. Hingabe bedeutet, keine Entscheidungen selber zu treffen. Hingabe ist die Folge einer Wahl. Ich gebe meine "Eigenwilligkeit" auf und entschließe mich, mich durch den Tag führen zu lassen.

Morgens fällt es mir vielleicht nicht schwer, diese Haltung einzunehmen. Im Tagesverlauf "entgleiten" mir aber immer mal wieder Situationen. Ich bin in den Angriffs- oder Verteidigungsmodus gegangen und damit nicht mehr in hingebungsvoller Haltung. Ich bin eigenwillig, habe zugemacht.
Wenn mir klar ist, dass ich an irgendeiner Stelle einer Fehler gemacht haben muss, dann kann es sein, dass ich auf mich selber sauer bin.
Selbstvorwürfe würden aber nun die Egoverbindung genauso fortsetzen, wie "Kampf" im Außen. Beide Reaktionen wären eine Folge meines Urteils über die Situation.
Es gilt also, wieder in den Hingabe-Modus zurückzukehren. Die Entscheidungsregeln sagen, wie das geht.


Da gibt es einen Ort vollkommenen Friedens.
Er ist wie eine Festung von einer dicken Mauer umgeben.
Festungen und Mauern machen im Krieg Sinn.
Macht Krieg Sinn?
Was suche ich denn eigentlich hier?
Ich suche Frieden.
Damit der Ort vollkommenen Friedens sein Geheimnis preisgibt, versuche ich die "Festung" zu erstürmen und die "Mauern" einzureißen. Auf mein Leben übertragen probiere ich immer neue Waffen aus, um mich zu verteidigen oder anzugreifen. Ich probiere hunderttausende von "Lösungen" aus, die ich für meine Probleme sehe.
Und dabei ist es so ein-fach. Für jedes Problem, das ich habe, passt ein und dieselbe Lösung, immer in demselben einen Fach für mich auf Lager. Ich brauche kein Waffenlager. Die wirksamste "Waffe", um die dicken Mauern der Festung zum Einsturz zu bringen, ist die Vergebung. Die Vergebung nimmt Stein um Stein aus der Mauer, weil sie mir zeigt, dass es keine Hindernisse gibt.
Und irgendwann stelle ich ganz erstaunt fest, welche Festung ich erstürmen wollte. Ich wollte mich selber erobern. Ich wollte die Liebe finden, die Liebe zu mir selbst.
Denn nur das, was ich habe, kann ich geben. Wo keine Liebe ist, kann kein Frieden sein.
So gebe ich das Kämpfen auf. Die Mauer um die Wahrheit meiner wahren Identität habe ich Stein für Stein selber zusammengetragen und aufgerichtet. Und nur ich kann diese Mauer wieder aufgeben. Denn so verschwindet die Mauer: Ich sehe, dass sie nur aus meinen Abwehrgedanken, aus meinem Wissen um Verteidigung und Angriff, aus meinem Wissen, "wie die Welt funktioniert", besteht.
Und die Welt hat nur eine einzige Aufgabe: mir zu zeigen, was ich sehen will.
Wenn ich statt Angriff Frieden sehen will, werde ich eine friedliche Welt sehen.
Zuerst gucke ich ab und zu durch ein Loch in der Mauer, wenn es mir gelungen ist, einen Stein, ein Hindernis, abzugeben, zu vergeben, die Illusion abzugeben, dass ich es brauche. Dann beginne ich irgendwann zu verstehen, wie die Hindernisse eins nach dem anderen auf wundersame Weise verschwinden, und ich möchte das Loch in der Mauer vergrößern. Ich will keine Mauer mehr.
Nun weiß ich, wie ich die Festung erobern kann: durch hin-geben. Ich sehe das Hindernis, und gebe es hin. Ich will es nicht mehr. Damit ich das Hindernis ansehen kann, braucht es meine Bereitwilligkeit. Ja, es ist da. Ja, es ist von mir. Ja, ich habe geglaubt, dass ich es brauche. Ja, ich wollte es. Ja, es hat mir eine zeitlang willig gedient. Ich will es jetzt nicht mehr. Mein Glück hängt nicht davon ab. Und so verliert es die Illusion seiner unbedingten Notwendigkeit.
Manchmal bilde ich mir wieder ein, dass es eine Mauer gibt. Und ich erinnere mich, dass sie aus Illusionen besteht. Durch diese Mauer kann ich gehen. Ich kann durch Mauern gehen ….
Mein "Wissen" bekommt eine neue Qualität. Je öfter ich sage: "Ich weiß nicht.", desto öfter klart sich meine Sicht auf und ich sehe klar: Ich verstehe. Ich weiß, wann ich Mauern sehe. Ich beginne zu verstehen, wie Mauern "funktionieren".
"Denn sie wissen nicht, was sie tun." ist nicht mehr attraktiv für mich. Ich weiß, dass ich der Baumeister meiner Mauern und meiner Festung bin. Ich lasse mich auf das Risiko der Wehrlosigkeit ein.
Ver-stehen ist die Belohnung für die Vergebung, der Zugang zu meiner Schatzkammer im Inneren.
Verstehen bedeutet, dass mir mein angehäuftes Wissen nicht mehr im Wege steht. Ich räume die Möglichkeit ein, dass mir alles Wissen zur Verfügung steht, wenn ich es brauche und nur darum bitte. Ich habe mein "Sesam öffne dich!", den heiligen Gral, gefunden. (Sowohl das "Sesam öffne dich" als auch der heilige Gral enthalten übrigens die "erotische" Komponente der Vereinigung, wie sie sich auch in der Vereinigung von Shiva und Shakti symbolisch ausdrückt oder in den Mysterien der griechischen Antike.)
So, das war viel Zeug, einfach mal so runtergeschrieben.

zwink

 herz Erika

Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Sissyy am 02. April, 2013 15:15:24
Liebe Erika,
ich bin so gerührt und geblättet über die einfache und wunderschöne Art und Weise wie du den Kurs komprimiert erklärst.
Einen extra Dank von mir.
 herz Sissy
Titel: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Smire am 02. Mai, 2013 22:38:59
Hallo Ihr Lieben,

lange schon bin ich am Kämpfen und immer wieder fühle ich mich ausgepowert, kraftlos und müde. Ich verstehe einfach nicht das Thema mit der Entscheidungsfreiheit bzw. kann es nich greifen, erfassen, vertrauen etc. dass ich keine Entscheidungen treffen will, soll... Ich nehme es mir vor, heute einen friedlichen, freudvollen Tag erleben zu wollen und sage mir dann: "Heute will ich keine Entscheidungen selber treffen. Wenn ich keine Entscheidungen treffe, ist dies der Tag, der mir zuteil wird. Ich habe keine Frage. Ich habe vergessen, was ich entscheiden soll." Das klingt für mich total verrückt! Wie soll das gehen? Wie soll ich da noch funktionieren. Und schon merke ich, dass dieser arrogante Teil in mir sagt, ich weiß was das Beste für Dich/mich ist. Und schon bin ich wieder in der Suppe und fühle mich einsam und verlassen.
Habt Ihr Erfahrungen gemacht, wie es gehen könnte im "normalen" Leben. Beruf, Entscheidungen etc. Habt Ihr Ideen oder Anregungen für mich, wie man sich daraus befreien kann. Wie muss man sich das vorstellen mit der Vorgabe, welche Art von Tag man haben will. Und wie soll ich den Konflikt verstehen, wenn es auch heißt, dass man alles Schranken entdecken sollte, die man gegen die Liebe erschaffen hat. Ich soll den gewünschten Tag vorgeben und gleichzeitig soll ich auf die Schranken schauen. Ich kapiere es einfach nicht. Ist es Nichtsozialist, dass ich durch die Übung es nur verdränge, dass dunkle und schlechte etc.

Danke für Eure Beiträge.

Liebe Grüße

Smire
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Erika am 03. Mai, 2013 07:16:13
Ich weiß nicht, wie lange Du den Kurs schon machst. Um die Entscheidungsregeln wirklich bewusst umsetzen zu können, braucht es ein wenig Übung.
Wenn Du nach einem Rat fragst, möchte ich Dich auf die Entscheidungsregeln selbst verweisen. Dort heißt es:
Zitat von: kurs
Entscheidungen finden fortlaufend statt. Nicht immer weißt du es, wenn du sie triffst. Doch mit ein wenig Übung bei denen, die du wahrnimmst, beginnt sich eine innere Haltung herauszuschälen, die dich durch die übrigen geleitet. Es ist nicht klug, dich allzu sehr mit jedem deiner Schritte zu befassen. Die angemessene innere Haltung, bewusst angewendet jedesmal, wenn du erwachst, wird dich gut weiterbringen. (T-30.I.1:1-5)
Das ganze Kurslernen dreht sich um diese "innere Haltung". Mit jeder "Schranke", die Du entdeckst und dem Heiligen Geist zur Vergebung gibst, wird diese innere Haltung eindeutiger. Wie bei allem, was Lernen voraussetzt, begrenzt es eher den Fortschritt, wenn notwendige Lernschritte ausgelassen werden. Jede Vergebungserfahrung ist ein Schritt auf dem Lernweg, ist das Aufdecken eines Hindernisses.
Es funktioniert!

herz Erika
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Hannes am 03. Mai, 2013 07:33:14
Moin Smire,

ich mach das auf die kaloriensparende Art. Die Entscheidungsregeln (die ersten) sag ich mir einfach, lasse sie ein wenig sinken, merke, wie sich ein innerliches Lächeln breitmacht, und gut ists. Ständiges "Augen auf" und Kontrollieren, ob ich mich auch dran halte ... dann würd ich schnell noch viel verrückter als ich mich sowieso manchmal fühle.
Kleine Samenkörnchen, all die vielen Gedanken des Kurses, fallen auf einen fruchtbaren Humus, der lange brachgelegen hat und sich freut, endlich wieder in Aktion treten zu dürfen. Es gibt gar nicht so viel dabei zu tun. Macht der Humus alles von sich aus.

Eine einzige Entscheidung treffe ich selber. Was dann kommt, das kommt eben. Ob ich im Sinne dieser Welt funktioniere ... naja, das liegt in dem Sektor, den ich nicht mehr selbst beackern möchte. Laut Kurs erfülle ich immer meine Funktion. Auch wenn ich den Rasen nicht gemäht habe.

Dieses Kapitel ist so schön! Wünsche dir viel Freude dabei.

Gruß vom Hannes
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Anne am 05. Mai, 2014 20:59:42
 :smile: Das ist gut, daß ich hier Eure Kommentare zu Kapitel 30 finde. Jedoch möchte ich es noch etwas genauer wissen, da die Entscheidungsregeln für mich etwas sehrsehr grundlegendes sind.... es könnte sogar "mein Leben" verändern.... :schock: :smilie2:
Die Entscheidungsregeln (die ersten) sag ich mir einfach, lasse sie ein wenig sinken, merke, wie sich ein innerliches Lächeln breitmacht, und gut ists. Ständiges "Augen auf" und Kontrollieren, ob ich mich auch dran halte ... dann würd ich schnell noch viel verrückter als ich mich sowieso manchmal fühle.

Deine Worte, lieber Hannes, beantworten ja schon fast meine Frage...  vielleicht meinen wir auch genau dasselbe.

Meine Wahrnehmung ist folgende:
In bestimmten Situationen, wenn dieses Gefühl der Unsicherheit eintritt (ahhh, ich stürze gleich ab) kommt mir die Entscheidungsregel in den Sinn.
Kann es sein, daß schon alleine genügt, diesen Satz innerlich zu sprechen, loszulassen und weiter zu machen? Mein Gefühl ist, daß dann genau das Richtige getan wird.
Es entscheidet sich dann einfach im Moment. Wenn ich direkt auf Antwort warte (die ich mit dem Verstand fassen will) wird es kompliziert, zäh und noch schlimmer als vor der Frage.
Ist es so, daß sich Seine Antwort einfach in jedem einzelnen Moment offenbart, wenn ich einfach lebe? (Es fühlt sich dann auch immer "Filmmäßig" an). Oder aber, folge ich dann evtl. auch einfach nur meinem Körper... und nicht dem Geist?
"Bewußt sein" Das wäre ja dann alles sehr leicht... und wenn es schwer erscheint, spreche ich den Entscheidungsregelsatz und mache einfach weiter.
Oder mache ich mir das so zu einfach?

 :wolki:



Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: karin am 05. Mai, 2014 23:45:46
Hallo Ihr Lieben,

lange schon bin ich am Kämpfen und immer wieder fühle ich mich ausgepowert, kraftlos und müde. Ich verstehe einfach nicht das Thema mit der Entscheidungsfreiheit bzw. kann es nich greifen, erfassen, vertrauen etc. dass ich keine Entscheidungen treffen will, soll... Ich nehme es mir vor, heute einen friedlichen, freudvollen Tag erleben zu wollen und sage mir dann: "Heute will ich keine Entscheidungen selber treffen. Wenn ich keine Entscheidungen treffe, ist dies der Tag, der mir zuteil wird. Ich habe keine Frage. Ich habe vergessen, was ich entscheiden soll." Das klingt für mich total verrückt! Wie soll das gehen? Wie soll ich da noch funktionieren. Und schon merke ich, dass dieser arrogante Teil in mir sagt, ich weiß was das Beste für Dich/mich ist. Und schon bin ich wieder in der Suppe und fühle mich einsam und verlassen.
Habt Ihr Erfahrungen gemacht, wie es gehen könnte im "normalen" Leben. Beruf, Entscheidungen etc. Habt Ihr Ideen oder Anregungen für mich, wie man sich daraus befreien kann. Wie muss man sich das vorstellen mit der Vorgabe, welche Art von Tag man haben will. Und wie soll ich den Konflikt verstehen, wenn es auch heißt, dass man alles Schranken entdecken sollte, die man gegen die Liebe erschaffen hat. Ich soll den gewünschten Tag vorgeben und gleichzeitig soll ich auf die Schranken schauen. Ich kapiere es einfach nicht. Ist es Nichtsozialist, dass ich durch die Übung es nur verdränge, dass dunkle und schlechte etc.

Danke für Eure Beiträge.

Liebe Grüße

Smire

Lieber Smire,

wir haben die Entscheidungsregeln etwas vereinfacht und als Download hier (http://www.wunderkommunikation.eu/downloads.html) zur Verfügung gestellt.

Letztlich geht es nur um die Entscheidung, ob du dich mit dem HEILIGEN GEIST oder dem Ego verbinden willst.

Und wenn du mit IHM vergebend, also LIEBEND auf alles SCHAUST und nicht alleine entscheidest, wie du alles sehen möchtest, wird dein Tag gut verlaufen.

Du wirst ein Vorübergehender. *)  normalo1

Du hast allen Situationen in der unwirklichen Welt Bedeutung verliehen, und du wirst sie auch wieder zurücknehmen. Damit erlangst du eine innere Haltung, die dir auch weltliche Entscheidungen erleichtern wird.

Liebe Grüße herz


*) Siehe dazu auch folgenden Text: "Vorübergehend" (http://www.wunderkommunikation.de/nonduale-texte/den-kurs-leben-1/seite-10/)
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Anne am 06. Mai, 2014 00:00:46
Hihi, hab`s schon gefunden....  hep

http://www.wunderkommunikation.de/nonduale-texte/den-kurs-lernen-3/seite-34/

 :zopfi:
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Hannes am 06. Mai, 2014 07:12:36


Kann es sein, daß schon alleine genügt, diesen Satz innerlich zu sprechen, loszulassen und weiter zu machen? Mein Gefühl ist, daß dann genau das Richtige getan wird.




Meiner Erfahrung nach genügt das. Wobei "genügt das" es vielleicht nicht ganz genau ausdrückt. Es ist alles, was ich tun muss - und alles, was ich tun kann.

Um in dieser Finsternis das Licht einzuschalten, kann und muss ich den Lichtschalter betätigen.*) Dieser Schalter kann jedweder Kursgedanke sein, jeder Satz, der für mich den Schlüssel birgt, oder auch ein Gedanke von anderswo, solange er mich in Verbindung bringt. Ist er da, habe ich den Lichtschalter betätigt. Lasse ich mich von einem Gedanken aus der anderen Kiste einfangen, mit dem ich die Verbindung kappe, mache ich damit das Licht wieder aus.

Fantastisch zu beobachten. Dieses An und Aus.

 herz Hannes

*) Siehe dazu den Text "Der Umschalter"   (http://www.wunderkommunikation.de/nonduale-texte/den-kurs-leben-1/seite-9/)     (Anmerkung von Johannes)   
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Jalila am 06. Mai, 2014 09:46:07
Zitat von: Karin
"Du wirst ein Vorübergehender"

- wow, toller Satz, ja, so fühle ich mich momentan.

Und dass ich nicht alleine bin, dieses Gefühl hat sich verstärkt. DANKE!  :zopfi:

Liebesgrüße  herzaugen
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Johannes am 06. Mai, 2014 10:12:47
Hihi, hab`s schon gefunden....  hep
http://www.wunderkommunikation.de/nonduale-texte/den-kurs-lernen-3/seite-34/
Was meinst du damit? Was hast du in diesem Text gefunden?

 herz Johannes
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Michael am 06. Mai, 2014 12:05:03
Zitat von: Karin
"Du wirst ein Vorübergehender"

- wow, toller Satz, ja, so fühle ich mich momentan.


Ganz toller Satz! Im gleichen Evangelium steht auch "Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken." Ich muss leider noch weitersuchen.

Michael
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Anne am 06. Mai, 2014 16:44:44
Was meinst du damit? Was hast du in diesem Text gefunden?
Eine interessante Frage, Johannes.

Ich habe mich darin wiedergefunden.
Der  "Vogelgeschichte" und der momentanen "Johannalebensgeschichteverpackung" liegen dieselben Erfahrungen zugrunde.

Was mir gerade noch sehr gefällt ist das Kapitel "Der letzte Vorhang" (http://www.wunderkommunikation.de/nonduale-texte/den-kurs-lernen-3/seite-15/) im "Kurs lernen 3".  :dreh:
Die Vorstellung, daß sich alle nach dem Stück gemeinsam verbeugen..... Rektorin, Schüler, Mama. Sogar die im Stück Verstorbenen tauchen wieder auf  normalo1 daum . Ich stelle mir nur die Frage, ob sich auch die Katzen und Steine mit verbeugen. Ich glaube, schon. Mir fällt gerade ein, als ich noch Schülerin war und wir den Sommernachtstraumaufführten.... da war auch die Wand, der Mond und der Tiger ein Darsteller. 
Das Gefühl, daß ich jeden Moment immer zu dem geführt werde, was gerade für mich das Beste ist.....  bringt sehr viel Freude.  sumsi

Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Anne am 06. Mai, 2014 17:40:31
Hihi, das ist ja lustig....

 Der Post war um 04:44:44 Nachmittag » .
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gast MM am 06. Mai, 2014 19:55:51
Ein bisschen Nonsens.
Die vier steht u.a. für Stabilität.
Schon faszinierend, welche Macht wir haben. Auch als fehlgesinnter Geist. Obwohl andauernd alles zerfällt, schaffen wir es mit dem fehlgesinnten Geist den Urknall (scheinbar) auch andauernd passieren zu lassen und unsere Schein-Welt kommt uns ziemlich stabil vor.
 :biggrin:
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Anne am 06. Mai, 2014 22:38:54
Hallo Michaela,

so viel interpretiere ich da gar nicht hinein.... ich fand es einfach nur lustig, daß es auf die Sekunde genau fünf Vieren waren  hep hep hep hep hep
....oder... oh weh, habe ich mich jetzt "verraten", daß wenn ich so etwas noch sehe, ich ein schlechter Kursschüler bin.....???? :versteck:



Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gast MM am 07. Mai, 2014 08:49:33
Quatsch, "kein guter Kursschüler"....
ich hab für so nichtige symbolträchtige Sachen auch "was über". (Gelinde ausgedrückt)
Die Erfahrung bei Anwendung der Lektionen zeigt mir erst, was los ist mit meiner Symbolträchtigkeit: sie hinkt hinten und vorne und ist einfach nicht wahr.
Also gebe ich die Bedeutung, die ich allem gegeben habe, wieder her, (mit mehr oder weniger großem Gemotze) das heißt, ich ziehe meine selbergestrickten, alten, verschmutzten und löchrigen Handschuhe aus, ziehe erst mal SEINE scheinbar an (die Gedanken des Kurses) und im Verlauf dieses Prozesses merke ich: upps - da ist ja die Hand! Wow! Die Hand! Ein Wunder... :sonne:, ich denk gar nicht mehr dran, was drüber zu ziehen, so schön ist das.  Es geht um die Hand, nicht um die Handschuhe.
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Hannes am 07. Mai, 2014 12:40:33
Gibt es die überhaupt, die "schlechten Kursschüler"? Wenn ein jeder perfekt ist in seiner Rolle, ob in seiner Rolle als Kursschüler oder als sonst was (nächste Frage: gibts "sonst was" tatsächlich?), wo soll dann ein "schlechter Kursschüler" herkommen? Es sei denn, die Rolle ist der "schlechte Kursschüler" - boah, an diesem Faden hätt ich nicht ziehen sollen.
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Jörg am 07. Mai, 2014 13:35:26
Q and A (Frage und Antwort). Immer führt ein Thema zum nächsten. Fragen ohne Ende. Und jede Frage entsteht dabei aus einer im Inneren bestehenden Antwort. Ich sehe eben, wie viel wir doch zu vergeben haben. Never ending story? Nein, einfach tun. Vergeben. LG Jörg

P.S. Das ist so ähnlich, wie wenn alle Rechnungen bezahlt sind dennoch die nächste ins Haus flattern wird, hihi
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: Michael am 07. Mai, 2014 14:32:44
Gibt es die überhaupt, die "schlechten Kursschüler"?
Diese Frage von dir, der die Antwort kennt, kann nur ketzerisch sein. Deshalb die ketzerische Antwort. Ein Kursschüler ist was besonderes. Der heilige Geist summt jedem Kursschüler das Lied der Besonderheit und Einzigartigkeit.
Allen anderen würde ich sagen, das das einzige Kriterium die Bereitwilligkeit ist, die täglichen Lektionen des HG zu lernen und durch Vergebung unser Ego aufzuheben. Die entsprechende Stelle im Textbuch finde ich jetzt leider nicht.


Michael
Titel: Re: Kapitel 30 Der Neubeginn 1. Entscheidungsregeln
Beitrag von: toni am 07. Mai, 2014 15:44:42
Ich habe eben in Gregors Forum über die Suchfunktion zum Thema "schlechter Kursschüler" folgendes von Johannes aus dem Jahr 2007 gefunden:

Johannes schrieb:

Der Kurs spricht nur an einer Stelle von einem "schlechten" Schüler:

Zitat von: KURS (T-12.V.)
Mit einem gespaltenen Geist kannst du nicht lernen, was vollkommene Liebe ist, weil ein gespaltener Geist sich selbst zu einem schlechten Schüler macht... (4:2)
 Die Lernsituation, in die du dich gebracht hast, ist unmöglich, und in dieser Situation benötigst du offensichtlich einen besonderen LEHRER und einen besonderen Lehrplan. Schlechte Schüler sind als Lehrer keine gute Wahl, weder für sich selbst noch für andere.(5:4+5)

Sonst geht es nur darum, was der HEILIGE GEIST braucht:

Zitat von: KURS (T-14.II.1)
Der HEILIGE GEIST braucht einen glücklichen Schüler, in dem SEIN Auftrag glücklich vollbracht werden kann. Du, der du dem Elend hingegeben bist, musst zuerst begreifen, dass du elend und nicht glücklich bist. Der HEILIGE GEIST kann ohne diesen Kontrast nicht lehren, denn du glaubst, Elend sei Glück. Das hat dich so verwirrt, dass du versucht hast, etwas tun zu lernen, was du niemals tun kannst, im Glauben, du würdest, wenn du es nicht lernst, nicht glücklich sein.



 herz toni
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gaby am 15. März, 2019 19:50:16
Hatte heute drei Entscheidungen zu treffen und war dann am meckern, das ich nicht unterscheiden kann, was denn Gottes Wille ist und was meiner. Und das ich Hilfe brauche. Irgendwann fiel mir eine, das ich ja mal die Entscheidungsregeln in Kapitel 30 lesen könnte von denen ich gehört hatte. Was für ein "Zufall". Und wie schön, so einfach kann es sein und so deutlich die Zeichen.  liebherz  :7: hep hhü
Und dann noch Eure schönen Kommentare!

Wie geht es Euch heute mit Euren Entscheidungen und Gottes Wille? Kämpft Ihr noch oder vertraut Ihr schon?
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: toni am 15. März, 2019 20:41:53
Im selben Augenblick, in dem du dich erinnerst, dass GOTTES WILLE auch der DEINE ist, löst sich jeder Kampf in Vertrauen und Dankbarkeit auf.

 herz toni
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Mika am 15. März, 2019 20:50:18
Hatte heute drei Entscheidungen zu treffen und war dann am meckern, das ich nicht unterscheiden kann, was denn Gottes Wille ist und was meiner. Und das ich Hilfe brauche. Irgendwann fiel mir eine, das ich ja mal die Entscheidungsregeln in Kapitel 30 lesen könnte von denen ich gehört hatte. Was für ein "Zufall". Und wie schön, so einfach kann es sein und so deutlich die Zeichen.  liebherz  :7: hep hhü
Und dann noch Eure schönen Kommentare!

Wie geht es Euch heute mit Euren Entscheidungen und Gottes Wille? Kämpft Ihr noch oder vertraut Ihr schon?

Die Entscheidungen sind immer mehr im Einklang mit GOTTES WILLEN und deshalb fühlt es sich zunehmend entspannter an.  :wolki:
Immer mehr Hingabe anstatt Kampf.
Aber Kampf vom Gefühl her ist auch noch zu bemerken, alle Blockaden sind noch nicht berichtigt / vergeben, aber das wird schon auch noch werden, ich vertraue und gehe den Kurslernweg weiter, vor allem in ganz praktischer Anwendung, denn nur die Theorie nützt gar nix.

Schön Gaby, dass dir die Entscheidungsregeln so gut helfen und du nicht damit im Widerstand / im Kampf dagegen bist.

Lieben Gruß
Mika
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: karin am 16. März, 2019 12:31:26
Hatte heute drei Entscheidungen zu treffen und war dann am meckern, das ich nicht unterscheiden kann, was denn Gottes Wille ist und was meiner. Und das ich Hilfe brauche. Irgendwann fiel mir eine, das ich ja mal die Entscheidungsregeln in Kapitel 30 lesen könnte von denen ich gehört hatte. Was für ein "Zufall". Und wie schön, so einfach kann es sein und so deutlich die Zeichen.  liebherz  :7: hep hhü
Und dann noch Eure schönen Kommentare!

Wie geht es Euch heute mit Euren Entscheidungen und Gottes Wille? Kämpft Ihr noch oder vertraut Ihr schon?


Letztlich geht es nur um die Entscheidung, ob du dich mit dem HEILIGEN GEIST oder dem Ego verbinden willst.

Und wenn du mit IHM vergebend, also LIEBEND auf alles SCHAUST und nicht alleine entscheidest, wie du alles sehen möchtest, wird dein Tag gut verlaufen.

Du wirst ein Vorübergehender. *)  normalo1

Du hast allen Situationen in der unwirklichen Welt Bedeutung verliehen, und du wirst sie auch wieder zurücknehmen. Damit erlangst du eine innere Haltung, die dir auch weltliche Entscheidungen erleichtern wird.

Liebe Grüße herz


*) Siehe dazu auch folgenden Text: "Vorübergehend" (http://www.wunderkommunikation.de/nonduale-texte/den-kurs-leben-1/seite-10/)

Erst wenn ich mich dafür entscheide, mit dem HEILIGEN GEIST auf meine Entscheidungen in Alltagssituationen zu schauen, und GOTT in jeder meiner, wie auch immer gearteten Entscheidung entdecke, kann ich bemerken, dass ich Entscheidungsfindungen als wichtig für mich empfinde, weil ich unbewusst Erlösung von jeder einzelnen erhoffe. Doch diese Hoffnung muss mir bewusst werden und erfüllt sich für mich nur, wenn ich bereit dafür bin, mich vom Ego zu befreien, das auf Erlösung durch Lösungen baut, und bereit dafür bin, geradewegs in die Arme des HEILIGEN GEISTES zu laufen, der ausschließlich auf Erlösung baut.

Johannes und ich haben einfach nur beobachtet, was wir in unseren Alltagssituationen entscheiden. Wir haben unsere Angelegenheiten in eine bestimmte Richtung gelenkt, soweit wir Einfluss auf sie nehmen konnten, haben aber davon Abstand genommen, dass Dinge unbedingt nach einem bestimmten, von uns erwünschten Schema ablaufen müssen, damit die Hölle zum HIMMEL werden kann und wir uns sicher fühlen können.
Wir mussten einsehen, dass nur die Entscheidung für GOTT, die Hölle zum HIMMEL machen kann.

Unsere Haltung bei Entscheidungen in Alltagssituationen:
„Machen wir, was wir machen wollen und schauen dann, was sich daraus ergibt.“
In Kurzform:
„Schaun‘ wir mal.“

Was wir machen wollen, steht in unserem Drehbuch. Deshalb haben wir einfach nur beobachtet, was wir entscheiden.





 :dreh:  herz herz
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: Gaby am 16. März, 2019 17:20:18
Liebe Karin,

danke Dir für Deine Offenheit!

Deine Worte "...weil ich unbewusst Erlösung von jeder einzelnen (Entscheidung) erhoffe" helfen mir sehr.
Titel: Re: Entscheidungsregeln
Beitrag von: karin am 29. März, 2021 15:59:20
Nachdem ich kürzlich eine Übersicht zu den Eigenschaften der Lehrer GOTTES (https://wunderkommunikation.net/index.php/topic,488.msg18016.html#msg18016)* geschrieben habe, ohne mich daran zu erinnern, dass es von mir bereits eine von 2014 gibt, ist nun auch eine Übersicht 2021 zu den Entscheidungsregeln aus dem 30. Kapitel des Textbuches entstanden:

Die Entscheidungsregeln von EKIW gehören zu den Methoden ganz konkreter Art, die mich vor den Verheerungen der Angst schützen, weil sie das Unglücklichsein von vornherein daran hindern, einzutreten. Sie führen mich aus Träumen des Urteilens zu Träumen der Vergebung. (Aus EKIW entnommen.)

Meine geistige Offenheit* für SEINE Vergebung führt mich aus dem Körper in den Geist, aus der unwirklichen Welt in die wirkliche Welt, aus dem unglücklichen Traum in den glücklichen Traum, in dem ich vollständig vergebe.
Wenn ich mit dem Ego über alles entscheide, schließe ich mich seinen Urteilen an und bin unglücklich. Wenn ich mit dem HEILIGEN GEIST über alles entscheide, schließe ich mich SEINEM letzten Urteil an und berichtige alle Urteile, die ich mit dem Ego getroffen habe. Ich erfahre, dass nichts Unwirkliches existiert, und es wird mir ein glücklicher Tag in vollständiger Ehrlichkeit*, in Toleranz* und Sanftmut*, in großer Dankbarkeit und Freude*, in entwaffnender Wehrlosigkeit*, in überfließender Großzügigkeit* und mit inniger Gläubigkeit* und vollkommenem Vertrauen* in SEINE und MEINE Macht zuteil.

1)  Heute will ich keine Entscheidungen selber*) treffen.
Worüber entscheide ich?
Ich entscheide, welche Art von Tag ich haben will und auf welche Weise ich mir deshalb alles ansehen will. Dafür wähle ich zuvor immer, ob ich es mit dem Ego oder mit dem HEILIGEN GEIST ansehen will.

*) selber = mit dem Ego = ohne dem HEILIGEN GEIST

2)  Wenn ich keine Entscheidung selber treffe, ist dies der Tag, der mir zuteil wird.
Wenn ich nicht mit dem Ego, sondern mit dem HEILIGEN GEIST entscheide, wie ich alles ansehen will, wird mir ein glücklicher Tag zuteil.

3)  Ich habe keine Frage. Ich habe vergessen, was ich entscheiden soll.
Wenn ich unglücklich bin, habe ich keine Frage, die mir einen glücklichen Tag bescheren kann. Jede meiner Fragen lässt mich vergessen, mit wem ich entscheiden soll und was ich entscheiden soll, damit mir ein glücklicher Tag zuteilwird.

Ich habe unbewusst entschieden, alles mit dem Ego anzusehen, bin deshalb unglücklich und bitte um Hilfe, ohne dabei meine Entscheidung für eine Sichtweise mit dem Ego infrage zu stellen, da ich sie unwissentlich getroffen habe.

4)  Wenigstens kann ich entscheiden, dass ich nicht mag, was ich gerade jetzt empfinde.
Wenn der Widerstand stark ist und die Hingabe schwach, kann ich wenigstens entscheiden, dass ich nicht unglücklich sein mag.

5)  Und ich hoffe deshalb, dass ich unrecht hatte.
An diesem Wendepunkt sehe ich ein, dass ich eine andere Hilfe als bisher brauche, damit mir ein glücklicher Tag zuteilwird.

Wünsche ich mir einen Tag, an dem ich über die Regeln, die Fragen und die Antworten selbst*) entscheide?

*) selbst = mit dem Ego = ohne dem HEILIGEN GEIST

6)  Ich möchte dies auf andere Weise sehen.
Ich bin nun bereit, eine sinnvolle Frage zu stellen.

7)  Vielleicht gibt es eine andere Weise, dies anzusehen. Was kann ich dabei verlieren, wenn ich frage?
Jetzt habe ich eine Frage, die mir einen glücklichen Tag zuteilwerden lassen kann:

„Gibt es eine andere Weise, dies anzusehen?“

Nun bitte ich um das, was ich will.
Nun will ich, worum ich bitte.



Zwischen 2011 und 2013 haben wir folgende Übersicht zu den Entscheidungsregeln von EKIW verfasst. Es gibt sie auch als Download (https://www.wunderkommunikation.eu/downloads/entscheidungsregeln/):

Entscheidungsregeln*)

– oder Wie du wählst, einen glücklichen Tag zu haben

1)  Heute will ich keine Entscheidungen selber treffen.
Wenn du Entscheidungen selber triffst, bist du automatisch mit dem Ego verbunden. Nur wenn du dich bewusst mit dem HEILIGEN GEIST verbindest, triffst du keine Entscheidungen selber.

2)  Wenn ich keine Entscheidung selber treffe, ist dies der Tag, der mir zuteil wird.
Wenn du dich mit dem HEILIGEN GEIST verbindest, wirst du in allem das Glück, die Liebe und den Frieden sehen.

Diese zwei ersten Regeln, gut geübt, werden dir einen glücklichen Tag bescheren. Wenn du jedoch bemerkst, dass du wieder selber (= mit dem Ego) Entscheidungen triffst, dann stehen dir noch weitere Regeln zur Verfügung:

3)  Erinnere dich nochmals an den glücklichen Tag, den du haben willst und werde dir darüber klar, dass etwas vorgefallen ist, was nicht Teil davon ist.
Du musst selber (mit dem Ego) eine Frage formuliert haben und dir selber (ohne dem HEILIGEN GEIST) darauf Antwort gegeben haben. Sage nun:
Ich habe keine Frage. Ich habe vergessen, was ich entscheiden soll.

4)  Wenn dein Unwille so groß ist, dass du nicht einmal von deiner eigenen Frage lassen kannst, dann kannst du so beginnen, dich anders zu besinnen:
Wenigstens kann ich entscheiden, dass ich nicht mag, was ich gerade jetzt empfinde.

5)  Wenn du entschieden hast, dass du nicht magst, wie du dich fühlst, was könnte leichter sein, als dann so fortzufahren:
Und ich hoffe deshalb, dass ich Unrecht hatte.

6)  Und nun kannst du völlig ehrlich sagen:
Ich möchte dies auf andere Weise sehen.

7)  Nun leistest du keinen Widerstand mehr dagegen, Hilfe anzunehmen:
Vielleicht gibt es eine andere Weise, dies anzusehen. Was kann ich dabei verlieren, wenn ich (den HEILIGEN GEIST) frage?

Es braucht nur zwei, damit du und die Welt einen glücklichen Tag verbringen können:
Dich und den HEILIGEN GEIST! Denn so, wie du empfangen hast, so musst du geben – der Welt.

*) Siehe EKIW, Textbuch, Kapitel 30, I. Abschnitt