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Thema: Kindererziehung  (Gelesen 6346 mal)

Micha

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Re: Kindererziehung
« Antwort #15 am: 08. September, 2013 17:47:56 »
Hallo Jalila, danke für die nette Begrüßung! Es ist wirklich interessant, dass ich den Ton spontan rau empfand... Ich habe vergessen, zurück zu treten, und IHM die Führung zu überlassen! Jetzt, nochmal anders gelesen, wirkte es schon anders. Angst vor Missionaren? Angst davor, nicht ernst genommen zu werden, und als esoterische Spinner abgestempelt zu werden? Wirklich interessant!

Micha

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Re: Kindererziehung
« Antwort #16 am: 08. September, 2013 18:46:41 »
Mir geht da jetzt noch etwas im Kopf rum: Wahrscheinlich ist es nur eine Idee in MEINEM Geist, die mich einen rauen Ton übers Missionieren wahrnehmen lässt, oder? Es gibt ja keine Welt außerhalb von mir. Also muss ich diese Idee berichtigen lassen? Dann erkenne ich die Liebe in den Beiträgen? Drei Besuche in diesem Forum, und beim Schreiben ändert sich schon einiges bei mir.
M.

Offline Hannes

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Re: Kindererziehung
« Antwort #17 am: 09. September, 2013 09:49:55 »
Hi Micha,

auch von mir ein herzliches Willkommen.

Das Missionieren durch andere empfand ich früher stets als einen Einbruch in meine Intimsphäre. Heute gehe ich damit etwas lockerer um, ich seh die Jungs und Mädels mit ihren Heften und Büchern, mit denen sie mich ansprechen, nicht mehr als "Eindringlinge". Sie versuchen sich auf einem anderen Pfad als ich und doch haben die Wege uns zusammengeführt.
Ich habe aber noch gut in Erinnerung, wie sich das anfühlte. Wenn mir jemand mit erhobenem Zeigefinger oder aufgesetzter Mitleidsmiene einen Rat geben wollte. Ich fühlte mich angegriffen. Ein Gefühl, das ich nun wirklich nicht vermitteln will.
Es geht nicht darum, den Kurs in Form eines Flächenbrandes auszubreiten. Für mich ist die einzige Frage, ob ich es schaffe, mich in immer mehr Situationen für ihn zu öffnen, auf seine Gedanken einzulassen, die Erinnerung immer häufiger meinen Weg bestimmen zu lassen. Der Flächenbrand vollzieht sich in mir, wenn er denn die Freundlichkeit hat, dies zu tun.

Viel Spaß hier bei uns!
Gruß vom Hannes

Uwe

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Re: Kindererziehung
« Antwort #18 am: 09. September, 2013 13:10:09 »
Hallo Ihr Lieben,

ich als Schuldiger möchte auch noch etwas sagen, nämlich, wie
ich es gemeint habe.

Ich habe gerade noch mal nachgeschaut, den hier:  :biggrin:
hatte ich zum Glück nicht vergessen.

Ich hatte eher im Kopf (das war auch die Intention meiner Frage),
wie kann ich meine Kinder erziehen, damit sie schon das meiste
mitbekommen. Ich will ihnen nicht beibringen, ach, wie brutal doch
die Welt ist. Daher finde ich den Kurs und die entsprechende Goldene
Regel sehr gut.

Jetzt vergeßt mal, daß ich das gesagt habe, ja? Ansonsten starte
ich hier einen Thread mit der Frage, ob Gott Humor versteht oder nicht.  :biggrin:

Übrigens fand ich den Ton zwar auch rauh, aber niemals angreifend.
Wenn Emotionen hochkochen, dann hört sich das nunmal so an. Finde ich besser,
als zwanghaften Eitelsonnenschein. Es war alles ok. Wenn mich was stört, werde ich mich melden!

Gruß
 Uwe

Offline Hannes

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Re: Kindererziehung
« Antwort #19 am: 09. September, 2013 13:33:28 »
Nachdem das hier mal als das "rosa Herzchenforum" der Kurs-Softies verschrien war, tut dieses Lob echt gut.

Worvon sollen meine Kinder was mitbekommen? Von dem, was ich für richtig halte? Von mir aus ist das halt jetzt grad der Kurs. Nächstes Jahr ist es schon was anderes.

Was ich denen sag, dass geht auf dem schnellsten Weg vom rechten Ohr zum linken und dann wieder an die frische Luft. Aber sie beobachten, sie spüren Feinheiten. Hast du mal mitbekommen, wie mühselig Hunde mit Befehlen und Leckerlis zu händeln sind, wenn das Herrchen (sich seiner) unsicher ist? Bei anderen läuft alles ohne ein Wort, ohne jegliche Belohnung, da reicht ein Blick - und der ist oft nicht einmal nötig.
Meine Kinder sind genauso wenig allein unterwegs wie ich. Warum soll ich ihrer Führung misstrauen? Und meine wird mir schon sagen, was ich im Bezug auf sie zu tun habe. Meistens sagt sie, ich soll die Klappe und die Finger raus halten. Und das mir!

Ines

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Re: Kindererziehung
« Antwort #20 am: 09. September, 2013 15:58:53 »
... und anderen sagt ihre Führung vielleicht, dass ein gemeinsames Gebet vor dem Schlafengehen nicht schleimig, peinlich und angsteinflößend ist.

Offline Hannes

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Re: Kindererziehung
« Antwort #21 am: 09. September, 2013 18:11:27 »
Sorry. Ich trete andauernd irgendwem auf die Füße mit meinen dicken Latschen. Will ich gar nicht. Nehmt mich bitte nicht zu persönlich, wenn ich so vor mich hin plappere.

Micha

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Re: Kindererziehung
« Antwort #22 am: 09. September, 2013 18:16:55 »
Für die einen schafft ein gemeinsames Gebet vielleicht Nähe, Geborgenheit und Vertrauen, für die anderen ist ein wortloses Gebet angenehmer.
M.

Offline Michael

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Re: Kindererziehung
« Antwort #23 am: 09. September, 2013 21:10:04 »
ich als Schuldiger möchte auch noch etwas sagen, nämlich ...
Was meinst Du damit ?

Ansonsten starte
ich hier einen Thread mit der Frage, ob Gott Humor versteht oder nicht.
Das wäre vielleicht nicht mal schlecht. Was mich allerdings an diese Aussage massiv stört, ist das in dieser Frage oder dazwischen, Gott zu einem Objekt gemacht wird. Vielleicht sogar, noch schlimmer, personifiziert. Ich denke dann wieder an die Wochen vor meiner heiligen Kommunion. Die waren weder heilig noch humorvoll.

Zitat von: Ines
... und anderen sagt ihre Führung vielleicht, dass ein gemeinsames Gebet vor dem Schlafengehen nicht schleimig, peinlich und angsteinflößend ist.
Ja, Natürlich.  Aber das gleiche "Ja natürlich" würde ich zu  Hannes' "Meistens sagt sie, ich soll die Klappe und die Finger raus halten." sagen.
Happiness is peace in motion, Peace is happiness at rest.

Uwe

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Re: Kindererziehung
« Antwort #24 am: 09. September, 2013 21:48:35 »
Hallo Steinefrenz,

ich möchte nicht an jeden Satz einen Smily ranhängen und hoffe,
daß einige Aussagen trotzdem mit Humor genommen werden.

Ich bezeichnete mich einfach nur als Schuldigen, da ich diesen Faden angefangen
habe.

Die Frage, ob "Gott Humor versteht oder nicht" kann ich auch so formulieren:
Wird dort, wo wir alle hinwollen, gelacht? Es heißt doch immer, daß es dort
um Liebe und auch um Freude geht.

Humor ist so eine zweischneidige Sache. Ich kann Dir auch nicht genau sagen,
wann ich eigentlich lache. Früher habe ich mir gerne Pleiten, Pech und Pannen
angeschaut. Ich kann mich aber auch scheckig lachen, wenn ein 1/2jähriges
Kind vor sich hin brabbelt.

Den Satz "Schadenfreude ist die schönste Freude" kann ich nicht teilen. Ich mochte
auch als Kind nicht Mensch ärgere dich nicht spielen. Dieses gehässige
Rausschmeißen mochte ich noch nie, weder als Täter noch als Opfer.

Noch was zu Gott als Objekt. Ich kann Dich verstehen. Mir geht es so, wenn ich
die Phrase der "liebe Gott" höre. Das "liebe" durfte nie fehlen. Wenn ich mit
anderen Rede, versuche ich dieses jetzt wegzulassen. Wenn ich nur "Gott" sage, fühle
ich mich näher dran. Im Kurs steht auch manchmal sehr konkret drin, was Gott
denkt und von uns möchte. Ich erliege trotzdem nicht der Versuchung, ihn mir
als Bild oder als grauhaaringen Opa vorzustellen.
(Ich hatte früher mal den lustigen Spruch gehört: Als Gott den Mann erschuf, übte sie nur.)

Schönen Abend noch
Uwe



Micha

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Re: Humor
« Antwort #25 am: 09. September, 2013 22:38:31 »
Hallo Uwe, ich finde auch, dass ohne Humor gar nichts geht! Auch nicht so eine ernste Sache wie die Erleuchtung! In diesem Sinne...

Jesus geht durch die Wüste und trifft einen alten Mann.

Jesus: "Was machst Du so alleine in der Wüste?"
Alter Mann: "Ich suche meinen Sohn"
Jesus: "Wie sieht er denn aus?"
Alter Mann: "Er hat Nägel durch Hände und Füße."
Jesus: "Vater!"
Alter Mann: "Pinocchio!"


 
 aaaah

Offline Johannes

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Erziehung zum SEIN
« Antwort #26 am: 10. September, 2013 10:32:36 »
Wovon sollen meine Kinder was mitbekommen? Von dem, was ich für richtig halte? Von mir aus ist das halt jetzt grad der Kurs. Nächstes Jahr ist es schon was anderes.
Was ich denen sag, dass geht auf dem schnellsten Weg vom rechten Ohr zum linken und dann wieder an die frische Luft. Aber sie beobachten, sie spüren Feinheiten.
Da hast du etwas angesprochen, was leicht übersehen wird, wenn wir nur an Äußerlichkeiten hängenbleiben: Kinder bekommen alles mit - und nicht nur Kinder... :smile:
Sie spüren, was wir wirklich denken, was wir vielleicht sogar vor uns selbst verheimlichen wollen.
Deswegen macht uns der Kurs darauf aufmerksam, dass unsere Brüder unsere Lehrer sind. Sie sind die Spiegel, die uns zeigen, was wir denken.*)

Das bedeutet in der Praxis, dass Kursschüler bei herkömmlichen weltlichen Fragen eine neue Herangehensweise lernen, damit umzugehen. In der Erziehung z.B. geht es dann nicht so sehr darum, "andere" - auch wenn es die eigenen Kinder sind - zu "erziehen", sondern es geht um die eigene Erziehung - oder genauer gesagt Umerziehung.**)   

Wenn wir unsere Mitmenschen als wundervolle Gelegenheiten zu sehen beginnen, die uns genau zeigen, was und wie wir denken - und die uns dadurch die Möglichkeit geben, unser Denken zu ändern ***), dann haben wir eine neue Erziehung für uns eröffnet, die tatsächlich alles verändert.

 herz Johannes   

*) Siehe dazu auch folgenden Text: Das Geheimnis der Spiegel - in Den Kurs lernen 1, Text 27, Seite 37
**) In unserem Workshop "Erziehung zum SEIN" im Dezember wird es um diese Form von Erziehung gehen.
***) Siehe dazu auch folgende Textsammlung: "Änderung im Denken"