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Thema: Wähle noch einmal  (Gelesen 4730 mal)

Offline Ernst

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Wähle noch einmal
« am: 24. Mai, 2011 13:16:19 »
Liebe Kursler,

in letzter Zeit wechseln sich bei mir ziemlich häufig zwei verschiedene Zustände ab, die ich folgendermaßen beschreiben kann:
da gibt es kurze Momente, die durchaus auch mal länger anhalten können, (auch mal ein paar Stunden). In diesen Momenten ist eine völlige Klarheit da. Ich bin mir dann sicher, vollkommen verstanden zu haben, was der Kurs meint.
Das Leben läuft ganz von selbst. Ich bin völlig unberührt von dem, was in der wahrgenommenen Welt passiert.
Einfach schön!!!
Dann finde ich mich unversehens wieder verstrickt in der Welt meiner Wahrrnehmungen, Alltagsproblemen, Glaubenssätzen etc.etc.
Meist dauert es eine Weile, bis ich die Veränderung bemerke. Doch dann passiert immer das Selbe: ich sehne mich nach obigen Zustand!! Doch das führt nicht dazu, daß er sich wieder einstellt!!
Aus Kurssicht ist mir klar was da passiert. In ersterem Fall habe ich wohl die Sicht des HG gewählt, in zweiterm Fall ganz offensichtlich die Egosicht.
Nun glaube ich, daß genügt diesen Umstand zu bemerken und den HG zu bitten mir wieder SEINE Sicht zu zeigen.
Bin mir allerdings nicht ganz sicher?!?
Habt Ihr diese Erfahrungen auch? Und wenn ja, wie geht Ihr damit um?

Viele liebe Grüße
Ernst

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Offline Erika

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« Antwort #1 am: 24. Mai, 2011 15:04:08 »
Zitat von: Ernst;235
Aus Kurssicht ist mir klar was da passiert. In ersterem Fall habe ich wohl die Sicht des HG gewählt, in zweiterm Fall ganz offensichtlich die Egosicht.
Nun glaube ich, daß genügt diesen Umstand zu bemerken und den HG zu bitten mir wieder SEINE Sicht zu zeigen.
Bin mir allerdings nicht ganz sicher?!?
Habt Ihr diese Erfahrungen auch? Und wenn ja, wie geht Ihr damit um?

Das Schwanken zwischen absoluten "Hochs" und "der nervigen Welt" habe ich auch so erlebt. Es steht ja auch im Kurs, dass Du deutlich unterscheiden können musst, wie sich die beiden Denksysteme in der Praxis anfühlen.
Dieser Satz aus dem Kurs hat mir sehr geholfen, das Schwanken zu verstehen:

Zitat von: KURS
(T-30.V.1:6) Und es wird begriffen, dass allen Dingen erst vergeben werden muss, und dann werden sie verstanden.

(Was dann ja auch die "Universalantwort" ist: vergeben, vergeben, vergeben….)
Das Schöne an dieser Abenteuerreise ist, dass Du alle Deine Erfahrungen selbst machen darfst. Sie sind ganz neu und ganz frisch, nur für Dich.

;-) Erika

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Bettina

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« Antwort #2 am: 24. Mai, 2011 15:56:41 »
Lieber Ernst,
ich kenne dieses Schwanken auch, und ich mache es dann auch so wie du und bitte den HG um SEINE Sicht. Meistens wird es dann auch gleich klarer ,aber nicht sofort in dem Maß wie es vor dem Absturz ins Ego ( ich nenn es mal so drastisch) war. Manchmal dauert es einen Tag bis ich mich wieder vollkommen dazu entschließen kann mit IHM zu schauen. Obwohl es mir immer so vorkommt, als ob ich sofort beim Bemerken und IHN um SEINE Sicht bitten, bereit dazu wäre, aber das ist wohl doch nicht so. Deshalb dauert´s dann etwas länger;-).
Ich strampel dann auch immer ganz fürchterlich rum, wenn ich in so einem Egotief bin, weil ich da ganz schnell wieder raus will! In dem Moment kann ich es dann nicht meine Abenteuerreise ansehen, wie du schreibst, liebe Erika, sondern bin enttäuscht, dass ich da immer wieder reinfalle.
Ich bemerke auf jeden Fall, dass die "Hochs" mitlerweile auch mal mehrer Tage dauern und die "Tiefs" meistens höchstens noch einen:-)

Liebe Grüße :liebem:
Bettina

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Offline Johannes

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« Antwort #3 am: 24. Mai, 2011 16:40:47 »
Zitat von: Ernst;235
...in letzter Zeit wechseln sich bei mir ziemlich häufig zwei verschiedene Zustände ab...da gibt es kurze Momente... ist eine völlige Klarheit da. Ich bin mir dann sicher, vollkommen verstanden zu haben, was der Kurs meint.
Diese Momente sind dazu da - wie Erika schon gesagt hat - damit du zwischen den Ausrichtungen unterscheiden lernst.
Man könnte sagen, es ist ein Zuckerl, das dir geschenkt wird. Dies ist auch die beste Art, damit umzugehen: Dankbarkeit für das Geschenk.
In dem Moment, wenn du nämlich glaubst, du hättest irgendetwas dazu getan, oder könntest etwas dazu tun - das kleine Selbst, als das du dich siehst und erlebst, bist du schon sofort wieder im Ego. Und der Moment ist vorbei.
 

Zitat
Dann finde ich mich unversehens wieder verstrickt in der Welt meiner Wahrnehmungen, Alltagsprobleme, Glaubenssätze
Dennoch ist der MOMENT immer noch da. Zustände verändern sich, doch die Wahrheit bleibt.

Zitat
Doch dann passiert immer das Selbe: ich sehne mich nach obigen Zustand!! Doch das führt nicht dazu, daß er sich wieder einstellt!!
Das kommt eben daher, dass die obigen MOMENTE kein "Zustand" sind. Nichts was erreicht werden kann, da es IMMER gegeben ist.
Alle "Zustände" sind nur der Versuch, Kontrolle über die Wahrheit zu erlangen - was nur scheitern kann...
Was du jetzt lernen kannst, ist, dass du deinen Zuständen weniger Bedeutung schenkst. Hier geht es nicht darum, in "schöne Zustände" zu gelangen. Du hast eine weit wichtigere Aufgabe - zu vergeben: Die "schönen" und die "schlimmen" Momente...
Denn nur dadurch wirst du frei von allen Zuständen. Sonst bleibst du ihr Sklave. 

Zitat
Aus Kurssicht ist mir klar was da passiert. In ersterem Fall habe ich wohl die Sicht des HG gewählt, in zweiterm Fall ganz offensichtlich die Egosicht.
Eine Weile ist es vielleicht hilfreich, so zu denken. Doch dann muss ein weiterer Schritt gemacht werden. Du kannst nicht erfolgreich sein, wenn du nicht Abstand vom Ego nimmst. Sobald du glaubst, "du wählst", ist das Ego schon am Werk. Lerne eher der Beobachter zu sein, der die "Figur" für die du dich hältst von einem gewissen Abstand her beobachtet. Dieser Abstand wird dir Ruhe schenken und Frieden. Denn die Verstricktheit bedeutet nur, dass du dich voll und ganz mit der "Figur", die du hier darstellst, identifizierst.

Zitat
Nun glaube ich, daß genügt diesen Umstand zu bemerken und den HG zu bitten mir wieder SEINE Sicht zu zeigen.
Bin mir allerdings nicht ganz sicher?!?
Das Lernen der Vergebung geht einfach weiter. Was anfänglich genügt, ist im weiteren Verlauf nur hinderlich. Akzeptiere ein gewohntes Denkmuster nur solange, als es hilfreich ist. Wenn es nicht wirkt, suche ein neues...bzw. lass dich vom HG inspirieren...  :denk1:

 herz  Johannes

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Mariar, Amrita, Anne, Renate

Vitella

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« Antwort #4 am: 24. Mai, 2011 17:27:04 »
Zitat von: Ernst;235
Liebe Kursler,
Habt Ihr diese Erfahrungen auch?
ja, ziemlich ähnlich wie Du es geschildert hast..
Zitat von: Ernst;235
Und wenn ja, wie geht Ihr damit um?
Ernst
ich tu inzwischen nur noch eins, ich sag mir  "wähle noch einmal" ...gleichzeitig sagt mir einer im Hinterkopf  "alles Blödsinn, da kannste lange warten" ...doch ich bleib dabei und es hat es auch schon gegeben, dass ich mehrere Monate auf den Frieden einer Situation gewartet hatte um dann zu bemerken, dass immer schon Frieden da war, vitella aber nicht hinsah...:-)..naja, so ist sie eben, will immer alles selber lösen..:cool:

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Bettina

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« Antwort #5 am: 25. Mai, 2011 09:36:04 »
Zitat von: Caroline;242
Denn in Wirklichkeit bist Du bereit, doch da Du glaubst, Du seist es nicht, scheint es etwas "länger" zu dauern.

Ja, manchmal ist dieser Glauben, dass ich nicht bereit bin, so unterschwellig, dass ich ihn erst bei genauerem Hinschauen bemerke.
Das ist das Ego, dass sich ein wenig versteckt hat, nicht wahr?
Aber jetzt ist es aufgedeckt, angeschaut , und ich brauche ihm nicht länger glauben:biggrin: Ich übergeb es IHM herz
Also bin ich bereit!
Danke liebe Caroline  :jöö:

Bettina

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Offline Hannes

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« Antwort #6 am: 25. Mai, 2011 16:38:19 »
Finds ganz schwer, mir diese Frage nach der Bereitschaft zu stellen und auch noch zu beantworten. Kann ich die überhaupt beantworten? In Augenblicken, wo ich völlig tief im Loch sitze und regelrecht aufgebe, da möchte ich alles loslassen - bin ich da bereit? Sobald es mir aber "besser" geht und ich anfange, das zu tun, was man "das Leben in die Hand nehmen" nennt, dann spür ichs förmlich krabbeln ... . Dann wird hier was wichtig genommen, da was wertgeschätzt, dort was nicht losgelassen. Wie ich da ehrlich eine Bereitschaft entdecken soll, da kämen mir mitunter Zweifel, wenn ich mir die Frage zu stellen hätte.

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Offline Johannes

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« Antwort #7 am: 25. Mai, 2011 18:06:18 »
Zitat von: Hannes;253
Finds ganz schwer, mir diese Frage nach der Bereitschaft zu stellen und auch noch zu beantworten. Kann ich die überhaupt beantworten?
Wenn sich dir diese Frage stellt, dann bist du nicht bereit. Wenn du bereit bist, stellt sich dir die Frage gar nicht... :cool:

herz Johannes

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Offline Dieter

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« Antwort #8 am: 26. Mai, 2011 23:10:32 »
Zitat
Lerne eher der Beobachter zu sein, der die "Figur" für die du dich hältst von einem gewissen Abstand her beobachtet. Dieser Abstand wird dir Ruhe schenken und Frieden. Denn die Verstricktheit bedeutet nur, dass du dich voll und ganz mit der "Figur", die du hier darstellst, identifizierst.
Finde diesen Beitrag äußerst hilfreich. Ich hatte auch schon solche lichte Momente, in denen ich mich im Licht wähnte. Seit dem Beitrag von dir, Johannes, in dem du mir erklärt hast, dass der Frieden immer in mir ist, ich müsse nur hinschauen, seit dieser Zeit ist meine Orientierung nach innnen, was mir sehr oft friedliche Zeiten beschert. In diesen Momenten denk ich gar nicht darüber nach, ob ich mich nun entschieden habe oder ob ich alles richtig mache, ich bin einfach ruhig, vor allem im Kopf drehen sich keine Gedanken um irgendwas. Ach ja, unsere Katze leistet mir da oft Gesellschaft, ich glaube die hat heimlich im Blauen geschmökert. Die ruht so was von in sich selbst...

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Offline Ernst

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« Antwort #9 am: 27. Mai, 2011 07:02:20 »
Lieber Dieter,

danke für Deine Zeilen. Was für Dich die Katze ist, ist für mich mein Hund! Der lehrt mich täglich was Frieden ist.
Liebe Grüsse
Ernst

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