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Thema: mein Plan - Gottes Heilsplan  (Gelesen 287 mal)

Offline Otmar

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mein Plan - Gottes Heilsplan
« am: 21. September, 2019 16:09:10 »
In einer privaten Kursgruppe, die ich gestern besuchte, stellten wir uns bis zum nächsten Treffen die Aufgabe, zu berichten, wie bzw. wie lange in der Früh / im Laufe des Tages es uns gelungen ist, folgende Übung durchzuhalten:
„Ich verfolge heute keine eigenen Pläne, sondern lade immer den Heiligen Geist mit seiner Schau der Dinge ein und lasse so dem Heilsplan Gottes seinen Raum.“

Ich begann mit diesem Vorsatz schon beim Schlafenlegen. Ich wollte auch im Schlaf und beim Träumen keine eigenen Pläne verfolgen. Ich hatte eine ruhige, erholsame Nacht ohne aufregende Träume.
Auch beim und nach dem Aufwachen war ich ruhigen Geistes und erneuerte immer wieder meinen Vorsatz.
Ich sah vom Bett aus, dass die Markise auf unserer Terrasse halb ausgefahren war, wie ich es gestern mittags einrichtete, damit ich an meinem Schreibtisch im Wohnzimmer nicht von der Sonne geblendet wurde. Ich dachte mir: „Das ist nun schon der 2. Tag, dass ich vergaß, sie über Nacht einzuziehen. Gott sei Dank ist nächtens kein starker Wind oder Regen aufgekommen.“
Die Morgentoilette spulte ich wie automatisiert ab.
Bis ich mich an meinen Schreibtisch setzte und meine Frau erwartete, die von einem frühmorgendlichen Flohmarktbesuch heimkam, kann ich mich an kein besonderes Pläneschmieden erinnern.
Natürlich kamen immer wieder Alltagssorgen in mein Bewusstsein: „Ah, heute kaum Gliederschmerzen beim Aufstehen – ob das länger so bleiben wird ?“, „Ah, ein Butterkäsebrot wäre jetzt schon gut, aber ich mache ja mein Intervallfasten“, "Was werde ich beim nächsten Ambulanzbesuch sagen ?" oder „Anni ist ja am Flohmarkt, hoffentlich bringt sie nicht zuviel unnötiges Zeugs mit heim“.
Aber ich sann diese Gedanken nicht weiter - „Unrat vorbeischwimmen lassen“ und auf den Heilsplan Gottes vertrauen war die Devise.
Als meine Frau heimkam, sah sie schon vom Vorzimmer aus, dass die Markise auf der Terrasse  ausgefahren war. „Hast du gestern schon wieder vergessen, die Markise einzuziehen ?“ sagte sie.
Da fühlte ich mich kurz angegriffen. „Ich war ja gestern Abend gar nicht zuhause, hättest das Du nicht auch machen können ?“  dachte ich mir. Aber bevor ich das noch aussprach, sagte ich innerlich „STOP“ zu mir - „keine Urteile“.  Und ich ließ nur ein bedauerndes „hmm“ von mir hören, „na, wie war‘s bei Dir ?“.
Das wurde bis jetzt (14 Uhr) ein ziemlich harmonischer Tag.
Auch als mein Sohn mit seinen 2 Buben zum Mittagessen kam, blieb diese Stimmung erhalten, nur 1 kleiner Vorfall ist mir in Erinnerung: Meine Frau hatte eine Grießnockerlsuppe und gekochtes Rindfleisch mit Kohl und Salzerdäpfel gekocht. Als sie die Suppe servierte, fragte sie den  älteren Enkelsohn (3 1/2 Jahre), ob er auch eine Grießnockerlsuppe wolle, weil er sich nicht zu Tisch setzte sondern irgendwas weiterspielte. „Nein“ sagte er. Wir anderen begannen zu essen und meine Frau wollte noch 3 – 4 mal Lorenz die Grießnockerlsuppe schmackhaft machen, weil sie wußte, er ißt sie gerne. Schließlich haben wir anderen den ganzen Topf Grießsnockerlsuppe aufgegessen und mit dem Kohlgericht begonnen. Nun kam plötzlich Lorenz und wollte seine Grießnockerlsuppe. Davon war nun aber nichts mehr übrig. „Ich will eine Grießnockerlsuppe !“ schrie er immer wieder, obwohl wir ihm erklärt hatten, dass wir sie aufgegessen hatten, weil er ja immer wieder abgelehnt hatte. Da riss mir irgendwann die Geduld und schrie ihn an: „Geh‘ zu Deinen Spielsachen und lass uns jetzt in Ruhe essen !“ „Dort kannst Du von einer Grießnockerlsuppe träumen“ schob ich noch nach.
Mein Sohn sagte dann „Reden wir von was Anderem“ und er richtete Lorenz was vom Hauptgericht an und versuchte es ihm schmackhaft zu machen.
Ich hielt mich dann zurück, aber jetzt, beim Aufschreiben dieses Vorfalls, fällt mir erst auf, dass ich bis jetzt der Überzeugung war, recht zu haben. Nun vergebe ich mir das ausdrücklich.

Wenn ich nun nachträglich den geschilderten Zeitraum überblicke, um die Einhaltung meines Vorsatzes, mich heute völlig dem Heilsplan anzuschließen, zu überprüfen, sehe ich, es gibt verschiedene Abstufungen von Recht- und Falschgesinntheit. Spätestens beim Mittagessen fühlte ich mich nicht wohl und spätestens da folgte ich meinen eigenen Plänen.
Die Methode der  Gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg z. B. kann sehr hilfreich sein.
Wirklich erlösend wirkt sie aber nur, wenn sie in die kursmässige Vergebung mündet.

Offline karin

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Re: mein Plan - Gottes Heilsplan
« Antwort #1 am: 22. September, 2019 11:05:29 »
In einer privaten Kursgruppe, die ich gestern besuchte, stellten wir uns bis zum nächsten Treffen die Aufgabe, zu berichten, wie bzw. wie lange in der Früh / im Laufe des Tages es uns gelungen ist, folgende Übung durchzuhalten:
„Ich verfolge heute keine eigenen Pläne, sondern lade immer den Heiligen Geist mit seiner Schau der Dinge ein und lasse so dem Heilsplan Gottes seinen Raum.“

Lieber Otmar, zu deinem lebendigen Bericht über deinen Übungstag habe ich folgende Gedanken:

Der Heilsplan GOTTES zielt auf meine Erlösung ab.
Wenn ich meine Wahrnehmung also nicht mit dem HEILIGEN GEIST vergebe, folge ich einem eigenen Plan und nicht SEINEM. Dann vertraue ich nicht SEINEM Plan, der mich in eine bewusste Vergebung führt.


Bis ich mich an meinen Schreibtisch setzte und meine Frau erwartete, die von einem frühmorgendlichen Flohmarktbesuch heimkam, kann ich mich an kein besonderes Pläneschmieden erinnern.

Wenn ich mich nicht bewusst mit dem HEILIGEN GEIST verbinde, schmiede ich eigene Pläne.

Natürlich kamen immer wieder Alltagssorgen in mein Bewusstsein ..... Aber ich sann diese Gedanken nicht weiter - „Unrat vorbeischwimmen lassen“ und auf den Heilsplan Gottes vertrauen war die Devise.

Wenn ich mich nicht bewusst mit dem HEILIGEN GEIST verbinde und alles vergebe, was ich wahrzunehmen scheine, vertraue ich nicht auf GOTTES Heilsplan.

Das wurde bis jetzt (14 Uhr) ein ziemlich harmonischer Tag.

Mein Ziel ist Erlösung und SEIN Heilsplan hilft mir dabei: Vergebung meiner Wahrnehmungen gemeinsam mit dem HEILIGEN GEIST.

Ich hielt mich dann zurück, aber jetzt, beim Aufschreiben dieses Vorfalls, fällt mir erst auf, dass ich bis jetzt der Überzeugung war, recht zu haben. Nun vergebe ich mir das ausdrücklich.

Hier verfolgst du keine eigenen Pläne mehr, sondern ladest den HEILIGEN GEIST mit SEINER Schau der Dinge ein und gibst so dem Heilsplan GOTTES Raum.

Wenn ich nun nachträglich den geschilderten Zeitraum überblicke, um die Einhaltung meines Vorsatzes, mich heute völlig dem Heilsplan anzuschließen, zu überprüfen, sehe ich, es gibt verschiedene Abstufungen von Recht- und Falschgesinntheit. Spätestens beim Mittagessen fühlte ich mich nicht wohl und spätestens da folgte ich meinen eigenen Plänen.

Wenn ich rechtgesinnt bin, habe ich mich mit dem HEILIGEN GEIST verbunden, wenn ich falschgesinnt bin, habe ich mich mit dem Ego verbunden. Entweder, oder – ohne Abstufungen.
Meinen eigenen Plänen folge ich immer, wenn ich falschgesinnt bin und mich nicht an IHN wende, damit ER meine falschgesinnte Wahrnehmung korrigieren kann.

Die Methode der  Gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg z. B. kann sehr hilfreich sein.
Wirklich erlösend wirkt sie aber nur, wenn sie in die kursmässige Vergebung mündet.

Die Gewaltfreie Kommunikation kann unser Zusammenleben erleichtern, und wenn ich Kursschüler bin, kann sie mich auf die Vergebung ausrichten. Erlösung jedoch erlange ich nur durch GOTTES Heilsplan.

Durch die GfK fällt mir eventuell schneller auf, wenn es mir oder anderen schlecht geht, weil ich durch die Anwendung dieser Kommunikationsform gewohnt bin, auf Gefühle und Bedürfnisse zu achten.
Wenn ich zB. mit Kindern möglichst konfliktfrei leben will, muss ich ihnen eine kindgerechte Umgebung bieten, in der sie kindgerecht lernen können.
Durch diesen achtsamen Umgang mit anderen und mir selbst, bemerke ich möglicherweise auch schneller, dass ich oft nicht vergebungsbereit bin und meinen eigenen Plänen folge.


Zitat von: Johannes‘ Kommentar zu Lektion 71
Nur GOTTES Heilsplan wird funktionieren.

Was möchtest DU, dass ich tue – wenn ich erlöst werden will?
Erinnere dich an die QUELLE deiner Erlösung. Erinnere dich an den HEILIGEN GEIST in dir. ER steht dir in jeder Situation zur Verfügung. Wende dich in jeder Not an IHN und nur an IHN – und du wirst lernen, dass du bereits erlöst bist.

Wohin möchtest DU, dass ich gehe – wenn ich erlöst werden will?
Du brauchst nur zur QUELLE deiner Erlösung zu gehen. SIE ist bereits in deinem Geist. Der HEILIGE GEIST wartet nur darauf, dass du zu IHM kommst.

Was möchtest DU, dass ich sage, und zu wem – damit die Erlösung mein sein kann?
Sage zum HEILIGEN GEIST in dir einfach nur:
„Hier ist mein Irrtum. Blicke DU darauf und lass mich sehen, was DU siehst.“
Und ER wird dir zeigen, dass deine Bereitschaft, SEINE Schau zu teilen, dir die Erlösung bringt.

Mehr davon ....



 herz Karin




Offline Otmar

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Re: mein Plan - Gottes Heilsplan
« Antwort #2 am: 22. September, 2019 12:43:26 »
Danke für Deinen Beitrag, Karin.

Ich wollte ja mit meinen Schilderungen Material für Diskussionen und Denkanstöße bieten.
Du hast da größere Klarheit gemäß den Kursaussagen reingebracht.

Auf den Einwand zu den "verschiedenen Abstufungen von Recht- und Falschgesinntheit" habe ich fast gewartet. Aber ich wollte es so schildern, wie ich es empfunden habe. Natürlich ist eine Entweder-Oder-Sicht genauer und deckt noch bestehende Illusionen auf.

lg
Otmar

Offline Renate

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Re: mein Plan - Gottes Heilsplan
« Antwort #3 am: 26. September, 2019 13:51:15 »
Lieber Otmar,

herzlichen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen und die genaue Beschreibung.

Und dir Karin für deine Antwort.

Was bei mir noch nicht ganz klar ist:

wie z.B.  du, lieber Otmar, deine morgendlichen Gedanken beschreibst und denkst, das du wegen des Intervallfastens das Butterkäsebrot nicht essen solltest, ist das nicht auch ein Festhalten deines eigenen Planes, wenn ich dann nicht mit dem HG daraufschaue und diesen Gedanken berichtige oder reicht es, solche Gedanken einfach vorbeiziehen zu lassen?
Bei mir stelle ich jedenfalls meist fest, wenn ich mir solch einen Gedanken genauer anschaue, dass dahinter ein Konzept/ Glaubenssatz/Illusion steckt, das mich unbewusst an diese unwirkliche Welt weiter festhält und ich es berichtigen will.

Renate :fahne: herz herz herz

Danke von:


Offline Otmar

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Re: mein Plan - Gottes Heilsplan
« Antwort #4 am: 26. September, 2019 14:38:51 »
Liebe Renate !

Es geht bei der Rechtgesinntheit (Verbundensein mit dem Heiligen Geist) ja nicht sosehr darum, dass keine falschgesinnten Gedanken mehr aufkommen (wir spulen ja permanent in der illusionären Welt das Drehbuch des Ego ab), sondern es geht darum, diese Gedanken zu erkennen, Stop zu sagen und zu vergeben (d.h. für den Heilsplan Gottes zu nutzen).
Mit "vorbeiziehen lassen" meine ich, sich solcher Gedanken bewußt zu werden und sich dabei nicht weiter damit zu beschäftigen (sie sind ja zur Ablenkung von der Besinnung auf den Heiligen Geist da) und sie loszulassen (natürlich im Sinne der Schau des Heiligen Geistes). Da muß ich nicht immer formelhaft alle Vergebungsschritte explizit durchgehen.
Dabei wäre natürlich immer wieder mal zu überprüfen, ob sich das im Sinne der Schau des Heiligen Geistes vollzieht oder ob man sich über bestimmte Egogedanken einfach nur lustig macht (Ego kämpft gegen Ego).
Dass ich beim Mittagessen dann stumm blieb und meine Aggression gegen meinen Enkel nur unterdrückte, ist eher Zweiteres (ein Wechsel der Egostrategie).

Das meinte ich wohl auch mit den "verschiedenen Abstufungen": den kurzen oder langen (ausformulierten) Weg der Vergebung oder einen Widerstreit innerhalb der Egogesinnung.
Danke, dass Du da nachfragtest. So kann ich nun mehr Ordnung (hoffentlich) in meine Gedanken bringen.  :smile:

Offline Renate

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Re: mein Plan - Gottes Heilsplan
« Antwort #5 am: 26. September, 2019 16:19:42 »
Lieber Otmar,


danke für deine ausführliche Antwort.
Jetzt ist mir klar, wie du das meintest.
Mir ging es um den Begriff vorbeiziehen lassen und sich bewusst mit demHG zu verbinden oder nicht.
Wie ich das mache, ist oft ganz kurz an Jesus Christus oder Johannes zu denken und schon bin ich im LICHT und schaue mit IHM. Und manchmal braucht es etwas mehr. Hauptsache ist für mich, dass ich bereit bin, mich mit IHM zu verbinden und wie wundervoll und einfach, dass ich nicht mehr zu tun brauche. Ich bin immer wieder glücklich und dankbar dafür.

Und ich bin so dankbar für das Teilen miteinander.  :lieben2:

 :herzi100: Renate





Offline Otmar

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Re: mein Plan - Gottes Heilsplan
« Antwort #6 am: 12. Oktober, 2019 20:41:06 »
Dieses Bild hier hat mich angesichts meine Auseinandersetzung mit meinem Enkel zu folgendem Beitrag inspiriert:

 
Identifizierst Du Dich eher mit dem Lichtwesen oder mit der kleinen Gestalt ?

- mit dem Lichtwesen: Das ist gut !

- mit der kleinen Gestalt: Du darfst umdenken !

Wir Menschen sind dem Wesen nach Licht.

Wir sind reiner Geist.
Wir sind nach wie vor – trotz unserer temporären Abwehrprogramme - so,
wie der VATER uns geschaffen hat.