Autor Thema: DAS JAHR DES GEISTES - Vorwort  (Gelesen 456 mal)

Offline Johannes

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DAS JAHR DES GEISTES - Vorwort
« am: 19. Juni, 2017 08:51:47 »
Wir rufen dieses Jahr zum JAHR DES GEISTES aus - ein Weckruf an unser wahres Wesen, das reiner Geist ist.
 
Im Erwachen erinnern wir uns wieder daran, dass wir keine Körper sind und auch nicht in einem Körper gefangen sein können. So kann in uns wieder das Bewusstsein dämmern, dass wir tatsächlich perfekt funktionierender Geist sind.

Wir freuen uns über jeden, der sich uns anschließen und dieses JAHR DES GEISTES mit uns feiern möchte. Du kannst diesen Aufruf gerne mit allen, die du kennst, teilen. Es ist ein stiller RUF, in dem die Allmacht des Geistes liegt, der wir alle sind.

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Kapitel 1 - Was bedeutet Geistesschulung?
« Antwort #1 am: 19. Juni, 2017 08:56:59 »
Was bedeutet es, dass Ein Kurs in Wundern eine Geistesschulung ist?

In der Welt gehen alle Schulungen davon aus, dass Schüler/Studenten nicht perfekt sind und geschult werden müssen, um in der Welt besser bestehen bzw. überleben zu können.
Diese Deutung des Begriffs Schulung ist bis heute - mit wenigen Ausnahmen - in allen Bildungssystemen fest etabliert, und die meisten, die mit dem Kurs beginnen, bringen dieses erlernte Verständnis von "Schulung" und "Kurs" mit.

Wie anders deutet doch der HEILIGE GEIST diese Begriffe!
Für IHN steht von Anfang an außer Frage, dass jeder Schüler SEINES Kurses bereits perfekt ist: Der vollkommene, ewige SOHN GOTTES. Denn ER weiß, dass es nichts anderes gibt, weil GOTT nichts anderes erschaffen hat.

Und worin besteht die Schulung, die SEIN Kurs anbietet?
Der HEILIGE GEIST braucht SEINE Studierenden nur daran zu erinnern, dass sie keine Körper sind sondern reiner Geist. ER braucht nichts an ihnen zu ändern oder zu verbessern, denn als Geist funktionieren sie bereits perfekt.

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Kapitel 2 - Die Unterrichtsmittel
« Antwort #2 am: 19. Juni, 2017 09:09:00 »
Wir wollen nun betrachten, welche Unterrichtsmittel der HEILIGE GEIST SEINEN Studierenden zur Verfügung stellt. Bevor wir allerdings damit beginnen, wollen wir noch klären, was es mit dem HEILIGEN GEIST auf sich hat:
ER ist der Teil unseres Geistes, der immer noch weiß, dass er Geist ist und kein Körper.

Jedoch wie könnte ER für einen Geist, der überzeugt davon ist, ein Körper zu sein, überhaupt wahrnehmbar sein?
Um das zu ermöglichen, musste ER sich eines Geistes bedienen, der auch einmal glaubte, ein Körper zu sein, sich jedoch schließlich wieder daran erinnerte, dass er tatsächlich Geist ist und kein Körper.

In unserer Kultur haben wir nur von einem gehört, der dies vollbracht haben soll - Jesus Christus. Daher benützt der HEILIGE GEIST Jesus als den Vermittler SEINER Lehre. Deshalb wurde das Unterrichtsmaterial für den Beginn des neuen Lernens von Jesus diktiert.*)

Das Ergebnis war das Buch Ein Kurs in Wundern, das aus drei Teilen besteht: Textbuch, Übungsbuch und Handbuch für Lehrer. Darüberhinaus gehören „Die Ergänzungen zu EKIW“ noch zum Gesamtpaket.

Im Textbuch wird die ganze Metaphysik des Kurses dargelegt, d.h. der Studierende, also der Geist, der wieder lernen möchte, dass er Geist ist, erfährt hier, wie es zu dieser unmöglichen Situation kommen konnte, in der er sich jetzt zu befinden meint, und wie das Ganze wieder ungeschehen gemacht werden kann.

Das Übungsbuch enthält 365 Lektionen, eine für jeden Tag eines Jahres. Es weist den Lernenden an, wie er seine eigenen wahnsinnigen Gedanken durch die Gedanken des HEILIGEN GEISTES ersetzen kann. Dieser Prozess wird Vergebung genannt. 
In diesem Prozess lernt der "kleine Geist" zuerst, dass seine Deutungen von sich und allem, was ihn umgibt, falsch sind. Das kann er leicht daran erkennen, dass er nicht glücklich ist.
Dann übt er, seine eigene Deutung von allem durch die Deutung des HEILIGEN GEISTES zu ersetzen und erlebt, dass nur DESSEN Deutung ihn glücklich macht.

Wenn der Studierende mit den Lektionen durch ist, kann er im Handbuch für Lehrer Anleitung und auch Antworten auf Fragen finden, die sich dem frisch gebackenen Lehrer GOTTES in seinem "neuen" Leben stellen können.
"Die Ergänzungen zu EKIW" schließlich geben dem Studierenden wundervolle Einsichten zu den Themen Therapie, Heilung und Gebet, wie sie aus der Sicht des Kurses verstanden werden.

Alle Studierenden von Ein Kurs in Wundern bekommen neben der von Jesus zur Verfügung gestellten Literatur auch ein Klassenzimmer und viele Lehrer zur Verfügung gestellt:

Das Klassenzimmer ist ihr Leben hier, das ihnen alle Situationen und Umstände zur Verfügung stellt, die sie brauchen, damit sie den Kurs und damit die Vergebung lernen können.

Und die Lehrer sind alle ihre Brüder, ohne deren Hilfe es für sie unmöglich wäre, diesen Kurs zu lernen.

 

*) Wie es im Detail dazu kam, kannst du auf der Homepage des Greuthof-Verlages nachlesen.



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Kapitel 3 - Das Wesen des Geistes
« Antwort #3 am: 19. Juni, 2017 16:16:04 »
Das Wesen des Geistes ist unveränderbar. Es ist ewig, unbegrenzt und frei - erfüllt, glücklich und geborgen. Ein glückseliges SEIN ohne jede Möglichkeit des Nicht-Seins. Der Geist ist EINS, d.h. es gibt nichts außer ihm. Und in sich ist er vollkommen und ungeteilt in Ewigkeit. Er kennt keine Wünsche, denn sein Wille erfüllt sich immer unmittelbar, ohne dafür Zeit oder Raum zu brauchen.   

Wenn wir dieses Wesen des Geistes im Auge behalten, können wir ermessen, was es für einen Geist bedeutet, in einer Welt zu leben, in die er als begrenzter Körper mit einem Beginn und einem Ablaufdatum kommt.
In solcher Weise über sich zu denken, sich so zu sehen und zu erleben, kann nur angelernt sein, denn es entspricht überhaupt nicht seinem Wesen. Und diese angelernte Weise, sich als Körper zu erleben, ist ihm so wesensfremd, dass er verzweifeln muss, solange er diese Sichtweise für die Wahrheit hält. 

Und es ist gerade diese Verzweiflung, die den Geist schließlich dazu bringt, einen Hilferuf an die Ewigkeit, an die Wahrheit, an das Universum zu richten, ihm einen anderen, einen besseren Weg zu zeigen, wie er mit allem umgehen kann, was er hier so erlebt. Und die Antwort kommt, sobald dieser Ruf ergeht.

EKIW ist so eine Antwort. Er erinnert den Geist wieder an sein ewiges Wesen.
Wenn er diese Antwort anerkennt und für sich annimmt, bemerkt er, wie dieser Kurs seine tiefste Sehnsucht stillt, welche die Welt, in der er zu leben glaubte, niemals stillen konnte.

Die Erinnerung an den HIMMEL wird wieder in ihm lebendig und er fühlt, dass diese Erinnerung keine Phantasie ist. Sie erweckt ihn sozusagen wieder zum Leben, denn es ist die Erinnerung an sein wahres Wesen, welches buchstäblich himmlisch ist.

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Kapitel 4 - Die Gesetze des Geistes
« Antwort #4 am: 19. Juni, 2017 16:32:33 »
So wie in der physischen Welt die physischen Gesetze wirken, ob man diese nun kennt oder nicht, so wirken für einen Geist die Gesetze des Geistes, ob er darüber Bescheid weiß oder nicht. Eine Kenntnis der jeweiligen Gesetze verschafft uns die Möglichkeit, diese für uns konstruktiv zu nützen und sie bewusst anzuwenden.

Sehen wir uns doch nur an, welche "Wunder" wir bisher in der physischen Welt vollbringen konnten, nur weil wir die jeweils geltenden Gesetze kennengelernt und sie in die Praxis umgesetzt haben.

Welch unvorstellbare Wunder werden erst möglich, wenn wir in Erfahrung bringen, dass wir kein Körper sind sondern Geist? Dass wir deshalb nach geistigen Gesetzen funktionieren und unsere Vorstellung, dass wir Körper wären, die in einer physischen Welt leben, nur eine Einbildung ist?

Dies ist die Information, die uns Ein Kurs in Wundern bringt. Sie verändert praktisch alles. Unsere Annahme, wir würden nach physischen Gesetzen funktionieren, hat verhindert, dass die letzten Fragen der Menschheit jemals auch nur annähernd befriedigend beantwortet werden konnten:
Was sind wir? - Woher kommen wir? - Wohin gehen wir?
Und solange diese fundamentalen Fragen unbeantwortet bleiben, wissen wir eigentlich gar nichts.

Das ist der Grund, warum trotz scheinbar großer Fortschritte in vielen Bereichen der physischen Welt die wesentlichsten Bedürfnisse der Menschheit eine Utopie bleiben müssen. Warum alle bisherigen Lösungsversuche die Probleme der Menschheit nicht gelöst haben sondern nur weitere Probleme erzeugt haben:
Denn der Mensch hat seine Quelle vergessen und damit hat er praktisch alles vergessen, was seine Fragen beantworten und seine Bedürfnisse hätte erfüllen können.

Deshalb läutet der Kurs das große Erinnern wieder ein:
Wir werden erinnert, dass GOTT unsere QUELLE ist. Dass ER Geist ist.
Dass wir sind wie ER. Dass wir niemals getrennt von IHM sein können.

Wenn wir jedoch glauben, getrennt von IHM sein zu können, anders sein zu können als ER, dann haben wir uns nur geirrt. Es kann auf keinen Fall wahr sein und kann auch niemals wahr werden.

Wir müssen nach wie vor so sein, wie ER uns erschaffen hat.
Wir müssen nach wie vor Geist sein, und als Geist sind und bleiben wir für immer in SEINEM GEIST.

Damit bietet uns der Kurs die Antwort auf alle unsere Fragen, die Lösung für alle unsere Probleme:
Denn wenn wir uns wieder erinnern, dass wir Geist sind, können wir aktiv damit beginnen, die Gesetze des Geistes zu erforschen und sie zu unserem eigenen - und zum Besten aller - nutzen.

Mit der Vergebung im Sinne von Ein Kurs in Wundern werden wir auf ganz praktische Weise mit den Gesetzen des Geistes vertraut gemacht:

Das erste und wichtigste - gleichzeitig das für einen sich getrennt erlebenden Geist am schwierigsten zu erfassende - ist, dass der Geist EINS ist, nicht zwei. 
Dass er EINS ist, ohne Gegenteil. Dass er non-dual ist, nicht dual:

Ich bin reiner GEIST - nicht Geist und Körper.
Ich bin LIEBE - nicht Liebe und Angst.
Ich bin LICHT - nicht Licht und Dunkelheit.
Ich bin FRIEDEN - nicht Frieden und Konflikt.
Ich bin FREUDE - nicht Freude und Leid.
Ich bin LEBEN - nicht Leben und Tod.
Ich bin HIMMEL - nicht Himmel und Erde.

Aus diesem ersten Gesetz folgen alle weiteren - denn in diesem ersten Gesetz sind alle anderen enthalten, da keines der Gesetze des Geistes einem anderen widerspricht.
Dies bedeutet in der Praxis, dass ein Geist in Wahrheit niemals Widersprüche erleben kann. Dies würde ihn buchstäblich zerreißen. Und genau das erlebt er, wenn er zum EINEN ein Zweites haben möchte, also wenn er "etwas anderes" in sein EINSSEIN einbringen möchte: Er erlebt sich als gespalten. Denn, da er immer noch Geist ist, erfüllt sich sein Wunsch - wie wahnsinnig dieser auch immer sein mag - scheinbar unmittelbar für ihn. Aber nur scheinbar! Denn natürlich kann so ein Wunsch niemals Wirklichkeit werden.

Es ergeht diesem Geist in etwa so, wie es uns in der Welt ergeht, wenn wir schlafen und träumen: Der Träumer erlebt sich als Figur in seinem Traum und als diese fühlt er sich den Geschehnissen im Traum ausgeliefert. Tatsächlich bleibt er jedoch davon völlig unberührt. Dies bemerkt er aber erst, wenn er erwacht, und sieht, dass nichts davon wirklich geschehen ist.

Wahre Vergebung ist in diesem Sinne eine Erinnerung daran, dass alles, was wir in dieser Welt, in diesem Leben zu erleben meinen, nur ein Traum ist: Dass wir nur davon träumen können, Geist und Körper zu sein, Liebe und Angst zu empfinden, Licht und Dunkelheit als gleichwertig - einander abwechselnd - zu erleben, sowohl Frieden als auch Konflikt zu erleben, ebenso wie Freude und Leid und Leben und Tod. Deshalb kann sich auch ein "Himmel auf Erden" sehr schnell in einen Alptraum bzw. eine Hölle verwandeln.

Wahre Vergebung ist also die Hilfe, die ein Geist erbeten hat, um sich wieder daran erinnern zu lernen, wie er tatsächlich funktioniert - als Geist, nicht als Körper. Sie hilft ihm dabei, seinem Denken wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn er ist sich überhaupt nicht bewusst darüber, dass alles, was er hier zu erleben scheint, nur die Folge einer winzig kleinen Wahnidee ist, nämlich seines Wunsches, getrennt und besonders zu sein.

Und dieser Wunsch erfüllt sich unmittelbar. Denn so funktioniert ein Geist: Was er will, geschieht - unmittelbar, ohne Verzögerung. Nun ist er ein Körper und unterliegt allen Gesetzen, denen Körper unterliegen. Seine geistige Herkunft ist vergessen und damit auch die geistigen Gesetze, die natürlich trotzdem nach wie vor für ihn gelten. Als Körper muss er um sein Überleben kämpfen, kann verletzt und getötet werden, hat viele Bedürfnisse, von denen er glaubt, dass die Welt sie erfüllen müsste.

Nichts davon ist tatsächlich der Fall. Doch die Gesetze des Geistes wirken auch, wenn der Geist nichts davon weiß und sich in Träumen verloren hat: Er hat seinen Wunsch, getrennt zu sein, noch nicht widerrufen. Deshalb ist er nach wie vor in Kraft.
Erst wenn der Wunsch nach einem Ausweg, einer Erlösung aus dem Traum sich in diesem Geist regt, beginnt er damit, die Gesetze des Geistes wieder zu seinem Besten zu nützen. Und so kann der Ausweg - die Erlösung – ihm gezeigt werden. Tatsächlich ist sie damit bereits vollbracht.   

Die kleine Weile, die er noch in seinem Traum verbringt, ist nun eine Zeit der Freude. Er beginnt allmählich zu begreifen, dass alles im Kurs nur an den Geist gerichtet ist, der er ist - und dass nichts davon mit dem Körper zu tun hat.

Damit bekommt z.B. die Tatsache, dass Geben und Empfangen EINS sind, eine völlig andere Bedeutung. Denn es geht dabei um geistige Gaben, nicht um Physisches. So kann er erleben, dass Geben tatsächlich Empfangen IST.
Ebenso wird ihm klar, dass für einen Geist Haben und Sein EINS sind. Denn er kann z.B. nicht Frieden haben, wenn er nicht in Frieden ist.

Das Universum von Zeit und Raum ist für ihn nicht länger sein Zuhause. Er lebt nun in der wirklichen Welt. Seine Ausflüge in Zeit und Raum haben nur mehr einen Zweck: Er folgt dabei dem Ruf seiner Brüder, die den Glauben, Körper zu sein, mit seiner Hilfe endlich abstreifen wollen.

So wandelt sich der Traum, den dieser Geist träumt, allmählich in einen glücklichen Traum. Der angsterfüllte Schüler des Ego, das ihn lehren wollte, dass er Körper ist, wird zum glücklichen Schüler des HEILIGEN GEISTES, auf DESSEN STIMME er solange hört, bis sie zu seiner eigenen wird.

Damit hat er schließlich begriffen, was das erste Gesetz des Geistes - dass der Geist EINS ist - wirklich bedeutet:

Es gibt keine Trennung! Die Schöpfung GOTTES ist EINS.

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Kapitel 5 - Die unwichtigen Dinge
« Antwort #5 am: 19. Juni, 2017 17:01:30 »
Sobald der Geist die Sehnsucht in sich spürt, sein wahres Wesen zu erforschen, vollzieht sich bereits seine Wiedergeburt, die Wiedergeburt im Geiste.

Man kann ihn in diesem Stadium mit einem kleinen Baby vergleichen, das gerade auf die Welt kommt. Wenn sich dieses Baby sofort um alle seine körperlichen Bedürfnisse und sein Überleben selbst kümmern müsste, wäre es wohl hoffnungslos überfordert. Es ist voll und ganz damit ausgelastet, seine neue Welt und seinen Körper zu erforschen. Alles andere übernehmen einstweilen Eltern und ältere Geschwister, also seine Umgebung.

Ein Geist, der sich daran machen möchte zu erwachen, ist in einer ähnlichen Situation:
Bisher dachte er, er wäre ein Körper und müsse für sein Überleben in der Welt sorgen. Nun muss er sein Denken ändern und seine Prioritäten neu setzen. Er muss lernen, dass der Körper und dessen Überleben in der Welt von nun an für ihn zu den unwichtigen Dingen gehören. Seine ganze Aufmerksamkeit sollte sich nunmehr auf die Erforschung seines Geist-Seins richten. Bleibt er weiter bei seiner alten Denkweise, wird ihn dies nur deprimieren und überfordern.

Und das muss nicht sein. Denn so wie Eltern und ältere Geschwister sich um alle Dinge kümmern, die ein weltliches Baby so braucht, so bietet Jesus jedem geistigen Baby seine Hilfe an, damit es sich ohne viel Ablenkung seiner geistigen Entwicklung widmen kann:
Als älterer Bruder hat er bereits erkannt, dass er GOTTES SOHN ist und Geist wie sein VATER. Er lebt bereits in dieser Erkenntnis und freut sich, wenn er seinen jüngeren Brüdern helfen kann. Er kann ihnen die Obhut über alle ihre weltlichen Dinge - das Ego, den Körper – abnehmen, wenn sie das wollen. So können sie bemerken, wie unwichtig alle weltlichen Dinge sind und ihre Zeit dazu verwenden, sich immer mehr als Geist in einer geistigen Umgebung zu erfahren.*)

Ein Geist, der sich für einen Körper hält, verleugnet seine Freiheit und damit auch seinen freien Willen. Da er seinen Willen für körperliche und weltliche Zwecke einzusetzen versucht, muss er verzweifeln, weil er ihn dadurch selber begrenzt. Wenn er nun lernt, die Kontrolle über die unwichtigen Dinge**) an Jesus bzw. an ältere Brüder abzugeben, befreit er dadurch seinen Willen und kann ihn nun für die Vergebung nützen. Denn die Vergebung erfordert seine aktive Willensbezeugung:
Er erklärt sich bereit, seinen Eigenwillen aufzugeben, um sich stattdessen dem WILLEN GOTTES anzuschließen.

Wie sieht dieses Abgeben der unwichtigen Dinge nun konkret aus?
Sobald ein erwachender GOTTESSOHN ein körperliches/weltliches Bedürfnis oder einen Konflikt bemerkt, bittet er einen älteren Bruder, sich darum zu kümmern. Das ist alles. Sobald er das macht, wird er ein Gefühl der Befreiung erleben, das ihn seine einzige Funktion hier wieder erinnern lässt - die Vergebung.

So einfach kann Ein Kurs in Wundern gelernt werden. So einfach ist das Wunder zu beschreiben, das in jedem Geist stattfindet, sobald er bereit ist, nicht mehr den unwichtigen Dingen - dem Körper, dem Ego, dem Überleben in der Welt - seine ganze Aufmerksamkeit zu widmen, und aktiv zu erforschen beginnt, wie er als Geist funktioniert.

Wieso aber erleben dennoch viele, die sich daran machen, diesen Kurs zu lernen, dass sich ihr Lernen so schwierig und so langwierig gestalten kann?
Das liegt an der Macht des Geistes, der Zeit und Raum, das physische Universum, die Welt und den Körper für wirklich hält und erst eine Weile braucht, um zu akzeptieren, dass dies alles nur Wirkungen einer „winzig kleinen Wahnidee“ sind und nicht die Wirklichkeit.***)
Und solange der Geist darüber nicht lachen kann, solange ist diese Wahnidee in Kraft. Solange der Geist glaubt, sich um die unwichtigen Dinge - die Wirkungen einer winzig kleinen Wahnidee - kümmern zu müssen, solange kann er sich nicht darum kümmern, diese Idee endlich außer Kraft zu setzen. 

Deshalb ist Jesus’ Angebot in seinem Kurs so wertvoll. Es ermöglicht jedem Geist, mit dem sinnlosen Verschwenden von Zeit aufzuhören und endlich damit zu beginnen, die Zeit hier sinnvoll zu nützen - die Zeit dazu zu verwenden, sich seiner geistigen Gesundheit zu widmen. Und das macht der Geist nur, wenn er lernt, seine Konflikte, Probleme und Schwierigkeiten, sein Unglück, seine Verzweiflung und Not als Erinnerungshilfen zu betrachten, die ihn dazu drängen, die Beschäftigung mit den unwichtigen Dingen aufzugeben und sie alle - und zwar jedes einzeln - seinen älteren Brüdern zu übertragen.
 

*) Siehe dazu im Textbuch Kapitel 4, Abschnitt I, Absatz 13, Satz 4: „Du kannst mir deinen Körper und dein Ego einfach deshalb anvertrauen, weil dieses dir ermöglicht, dich nicht um sie zu kümmern, und mich dich lehren lässt, wie unwichtig sie sind.“

**) In Helen Shucman’s Notizen bezeichnet Jesus diese „unwichtigen Dinge“ unter anderem als trivia - als belangloses Zeug, Bagatellen, und minutiae - Details, Einzelheiten, die allesamt trivial - also geistlos, nichtig, unwichtig, belanglos wären.

***) T-27.VIII.6:2  „In die Ewigkeit, wo alles eins ist, kam eine winzig kleine Wahnidee geschlichen, und GOTTES SOHN erinnerte sich nicht daran, sie auszulachen.“
 

Die folgende Übung kann erheblich viel (Leidens-)Zeit einsparen:
 
Übung „Die unwichtigen Dinge“
 
Anleitung


Jedes Mal, wenn du nicht in Frieden bist, unglücklich bist oder dich nicht wohl fühlst, identifiziere zuerst, um welches unwichtige Ding oder welche unwichtigen Dinge du dich gerade sorgst oder dich zu kümmern versuchst.
Nun bitte einen älteren Bruder, diese Angelegenheit zu übernehmen.

Wichtig dabei ist, dass du dich jetzt nicht mehr damit beschäftigst, dein Problem, deinen Konflikt oder deine schwierige Situation zu lösen, sondern dass deine Bitte dich dafür frei macht, dich wieder an dein Geist-Sein erinnern zu können, statt dein Bild eines Körpers in dieser Welt zu festigen.

Das einzige Problem, das du jetzt noch haben könntest, ist, dass du lieber wie gewohnt die Dinge selber erledigen willst, dass du dich lieber selber (=allein=mit dem Ego) darum kümmern willst.

Wenn du das bemerkst, dann erinnere dich daran, wie befreit du dich jedes Mal gefühlt hast, wenn du die unwichtigen Dinge an deine älteren Brüder übertragen hast.

Und vergiss dabei auch nicht, dass es an dir liegt, ihnen die unwichtigen Dinge anzuvertrauen. Das kann dir niemand abnehmen. Da ist deine Initiative erforderlich.


Ist diese Übung vollbracht, kann der Geist seine Zeit der einzigen Funktion widmen, die er hier hat - der Vergebung.
Er gibt damit die Kontrolle über die unwichtigen Dinge ab, die er nie hatte - und die ihn ständig überforderte, weil er an ihr festhalten wollte. Jetzt kann er lernen, dass nie etwas von ihm verlangt wird, was er nicht tun kann. Er wird immer nur gebeten, das zu tun, was er tatsächlich kann.

Auch seine hochtrabendsten Phantasien konnten ihn nicht vollständig vergessen machen, dass er über die unwichtigen Dinge niemals wirklich die Kontrolle hatte. Wenn er ehrlich war, wusste er genau, dass er hier nicht einmal mit Sicherheit sagen konnte, was in den nächsten Minuten passieren würde. Und der mühsame Versuch, eine Illusion der Kontrolle aufrechtzuerhalten, kostete ihn den Geistesfrieden, die völlige Freiheit von Sorgen und Ängsten, das wundervolle Gefühl der Geborgenheit und Unmöglichkeit jeglicher Gefahr.

Nun ist er bereit, seinen Geist von jeglichen illusionären - unwichtigen - Gedanken frei zu machen und frei zu halten.

Danke von: